Interview mit Jannik Olschewski

Interview mit Jannik Olschewski

🕓 Lesezeit circa 11 Minuten

Der Artikel „INTERVIEW MIT JANNIK OLSCHEWSKI – Es fanden eigentlich alle ganz lustig. Bis auf meine Oma, die ist da sehr kritisch!“ erschien in der EN-Aktuell 01/20. In der Zeitschrift ist nur ein gekĂŒrzter Teil des Interviews zu lesen. Das komplette, ungekĂŒrzte Interview finden Sie hier – zum Anschauen, Anhören oder Lesen.

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Interview
„Es fanden eigentlich alle ganz lustig. Bis auf meine Oma, die ist da sehr kritisch!“

In dieser Ausgabe sprechen wir mit Jannik Olschewski, Jugendtrainer beim TuS Ennepetal, Mitglied in der CDU und seit 2014 im Rat der Stadt Ennepetal vertreten. Er wurde Ende 2019 von Satiriker und ZDF-Moderator Jan Böhmermann ĂŒberrascht. Was genau geschah und wie Jannik Olschewski das erlebte, erzĂ€hlt er in diesem GesprĂ€ch. Ein Interview von Firat Demirhan.

Hallo Jannik, Du bist hier in der Region nicht nur als Jugendtrainer beim TuS Ennepetal und als leidenschaftlicher CDUler bekannt, seit Ende letzten Jahres bist Du dank Fernsehen und einer großen und aufwĂ€ndigen Werbekampagne auch kurz zum echten VIP in deiner Heimat geworden!

Aber beginnen wir von vorne. Alles fing damit an, dass Du im Oktober letzten Jahres Karten fĂŒr eine TV-Show gekauft hast. Welche war das?

Das ist richtig! Ich habe an einer Lotterie teilgenommen fĂŒr das NEO Magazin Royal, der Show mit Jan Böhmermann bei ZDF NEO, bei der man nicht einfach Karten kaufen kann, sondern mittels Teilnahme einer Lotterie das GlĂŒck haben muss, Karten zu gewinnen.

Weil die Nachfrage nach Karten fĂŒr die Show wesentlich grĂ¶ĂŸer ist als das Studio wahrscheinlich.

Genau richtig, es passen 200 Leute in das Studio und es bewerben sich immer zwischen fĂŒnf und sechstausend Personen pro Folge. Das hat mir Jan Böhmermann selber erzĂ€hlt. Nach etlichen Versuchen hat es dann endlich geklappt. Ich saß zu Hause und bekam eine Benachrichtigungsmail, dass ich gewonnen hĂ€tte und das war fĂŒr mich schon ab diesem Zeitpunkt ein wahnsinniges Erlebnis.

Der Satiriker Jan Böhmermann ist ja auch dafĂŒr bekannt, dass er eine zweite Show produziert: die „Lass dich ĂŒberwachen – PRISM IS A DANCER Show“. In dieser Show recherchieren und analysieren Böhmermann und sein Team wochenlang die digitalen AktivitĂ€ten sĂ€mtlicher Zuschauer. Die skurrilsten und auch pikantesten Ergebnisse werden dann in der Sendung prĂ€sentiert. Hattest Du denn nie den Gedanken, dass Du in dieser Show landen wirst statt in Jan Böhmermanns Neo Magazin Royal?

Einen kurzen Moment schon, aber das ganze Auf und Ab war halt sehr durchdacht vom Team des Neo-Magazins. Ich bekam einen Anruf wĂ€hrend meines Urlaubs und sie sagten mir, dass man Fans vom Neo-Magazin sucht. Sie hĂ€tten gesehen, dass ich mich schon oft beworben hĂ€tte und dass ich wohl ein echter Fan sei. Es werden Fans gesucht, die Jan Böhmermann alles Gute wĂŒnschen fĂŒr seinen Wechsel von ZDF NEO ins Hauptprogramm. Sie sagten, sie wĂŒrden vorbeikommen und eine kurze Session mit mir drehen. „Was ist fĂŒr mich Liebe?“ sollte der AufhĂ€nger sein und sollte ĂŒbergehen zu meiner Liebe zum Neo-Magazin. Und dann sollte ich Jan Böhmermann alles Gute fĂŒr das Hauptprogramm wĂŒnschen.

Du dachtest also: ein Kameramann, ein Redakteur, ein kurzer O-Ton von Dir zum Abschied von Jan Böhmermann und damit ist die Sache erledigt?

Korrekt. Richtig.

Aber so war es ja letztendlich nicht. Einen Termin hattet Ihr vereinbart, das war auch hier im Bremenstadion in Ennepetal. Willst Du kurz erzÀhlen, was dann genau passierte?

Ja, wie gesagt, ich sollte ja zu einem Termin kommen, bei dem einfach nur einmal ein bisschen ĂŒber Jan gesprochen wird. Ich hatte dann mit dem Verein gesprochen, dass ich das gerne hier oben machen wĂŒrde, weil die AtmosphĂ€re hier oben schön ist, man kann ĂŒber Ennepetal schauen und das sollten die schon mitbekommen. Dann war alles abgeklĂ€rt und ich hatte noch Urlaub an dem Tag, deswegen konnten die auch frĂŒhzeitig starten. Ich komme hier oben an, gehe ins Vereinsheim und wollte eigentlich GetrĂ€nke vorbereiten. Und ich bekomme eine SMS ist der drinsteht: Hallo Jannik, wir sind dann da, kannst du bitte rauskommen. Ich gehe aus dem Vereinsheim raus. Und dann kommt mit einem Affenzahn, das sieht man im Video nicht, der Bulli angefahren, voller Nebel aus den Spalten und Ritzes des Autos mit einem Riesen-Tröthorn vorne drauf. Und kurz bevor das Auto steht, geht die TĂŒr auf und Jan Böhmermann springt aus diesem Nebel heraus. Und dann dachte ich mir: „Okay, jetzt geht’s hier aber los!“. Das war dann natĂŒrlich wirklich ein Moment des Schocks, aber dann auch ein Moment der Freude, weil ich Fan von Jan Böhmermann bin.

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Ihr seid auch in die FußgĂ€ngerzone unten gefahren. Welchen Anblick hast du dort festgestellt? Du hast wahrscheinlich mehrmals auf dein Gesicht geschaut.

Korrekt. Die ganze FußgĂ€ngerzone. Jede Laterne, ob es jetzt legal war oder nicht, wurde einfach tapeziert. Von Anfang bis Ende sah man nur mein Gesicht und das war schon wirklich ein verdammt komisches GefĂŒhl. Aber er gab auch diesen Moment der Sicherheit. Als die Kameras aus waren hat Jan zu mir gesagt: „Pass mal auf, wir machen Spaß, du musst dir keine Sorgen machen. Wir blamieren dich nicht. Du bist danach auch immer noch Ratsmitglied und kannst danach weiterhin politisch aktiv sein, wir hauen dich hier nicht in die Pfanne! Es gab mal diesen Moment, also genieß es einfach!“. Und in dem Moment, als er mir das gesagt hat, das war auf dem Weg von hier bis zur FußgĂ€ngerzone, da habe ich mir dann nur gesagt: „Okay, jetzt genieße ich das in der FußgĂ€ngerzone!“. Und die SprĂŒche, die WahlkampfsprĂŒche, die darunter standen, die taten dann ihr ĂŒbriges.

Genau so hat es im Fernsehen auch auf mich gewirkt, dass Du zwar natĂŒrlich vorsichtig bist, weil Du nicht weißt, was Dich ĂŒberrascht, aber dass Du ĂŒber Jan Böhmermann und auch ĂŒber Dich lachen kannst. Liege ich da richtig?

Ja, ich habe keine Probleme damit ĂŒber mich selber zu lachen. Schon mein Leben lang habe ich es geschafft, ĂŒber mich selber zu lachen. Das ist eine Eigenschaft, die ich fĂŒr mich selber wichtig finde. Klar, man ist vorsichtig. Man weiß nie genau, der Funke kann ja sofort umspringen, so war es ja glaube ich auch bei Stefan Raab. Das ist so ein Punkt. Bei ihm wusste man nie, ob er das jetzt ernst meint oder nicht. Bei Jan Böhmermann weiß ich aber, wenn er das zu dir sagt, dann steht er auch dazu. NatĂŒrlich war ich immer vorsichtig, was kommt jetzt noch oder was kann noch schlimmer werden, was könnte jetzt noch GrĂ¶ĂŸeres passieren? Aber es war immer dieser Moment, der haut mich nicht in die Pfanne, der zieht das hier auf fĂŒr seine Show, aber der hat da selber Spaß dran. Und das ist fĂŒr mich ganz wichtig gewesen. Der hat sich selber kaputtgelacht! Das war dann einfach fĂŒr mich, ich konnte zur Ruhe kommen und habe es genossen.

Der Hashtag #biginennepetal wurde dann ja nur fĂŒr dich kreiert, natĂŒrlich auch in Anspielung auf Deine Körperform damals. Du hast ja ziemlich viel Gewicht verloren. Hast Du das gar nicht als verletzend empfunden, da es ja zweideutig ist?

Richtig, genau, aber er hat es so lustig rĂŒbergebracht! Auch da wieder mit einem LĂ€cheln im Gesicht. Er meinte: „Ich finde das selber lustig! Wir brauchen ein Gesicht fĂŒr Ennepetal und du hast viel davon!“. Das war ja auch lustig und dann kann ich auch drĂŒber lachen.

Du bist ja auch fĂŒr die CDU aktiv, Du bist Politiker. Hat Dir das dann auch die Angst genommen, dass Dein Ansehen als Politiker keinen Schaden nimmt?

Ja, definitiv. Er war da so loyal muss man sagen, dass er immer dann, wenn die Kamera aus war, ganz normal mit mir gesprochen hat, sich interessiert hat und mir damit gleichzeitig auch die Ruhe gegeben hat.

Das wÀre jetzt auch meine nÀchste Frage gewesen. Oft ist es ja so, dass sich Prominente vor der Kamera ganz anders verhalten als wenn die Kamera aus ist. Du hast es jetzt schon mehrmals gesagt, aber so, wie er sich vor der Kamera gibt, so ist er auch hinter der Kamera, kann man das so zusammenfassen?

Zumindest wie ich in diesem Fall erlebt habe, ja. Er hat sein Handy an dem ganzen Tag nur ein einziges Mal fĂŒr einen Moment in die Hand genommen, weil er sagte, er muss ganz kurz einmal E-Mails checken. Das hat er mir dann sogar erklĂ€rt. Da ging es wohl darum, dass er eine große Aktion in Bremen zusammen mit Olli Schulz geplant hatte. Er sagte: „Ich muss da mal eben Sachen beantworten!“. Aber ansonsten war es wirklich wie ein Best-Friends-Tag. Wir beide, das Team drum herum. Und das ist ja auch nicht wenig! Aber wir haben uns unterhalten, ganz normal, und das war schon cool.

Dein Konterfei blickte dir sogar von einer Wurstsemmel entgegen. Hat Café Steinbrink diese Jannik-Wurstbrötchen inzwischen ins Sortiment aufgenommen?

TatsĂ€chlich war ich seitdem zwei oder drei Mal da und ich habe es nicht mehr gesehen. Ich habe auch leider keine Wurst fĂŒr zu Hause bekommen, denn die Produktion und die Herstellung war so aufwendig, dass es da jetzt nichts von gab, was er mir noch mit nach Hause hĂ€tte geben können. Als es hieß: „Wir machen eine FrĂŒhstĂŒckspause!“, da habe ich gedacht: „Ok, essen wir halt ein Brötchen!“. Aber dann hieß es auf einmal kurz vorm BĂ€cker: „Aber eine ganz normale FrĂŒhstĂŒckspause wird das nicht, da haben wir noch etwas vorbereitet!“. Und dann lief Jan selber in die BĂ€ckerei hinein und holte dieses Tablett heraus. Da habe ich mir gedacht: „Das gibt es gar nicht!“.

Es ist schon erstaunlich, wie akribisch dieses Team arbeitet. Das fĂ€ngt ja mit dieser Wurstsemmel an, dann geht es ĂŒber die Plakate, jedes mit einem anderen Wahlspruch, bis hin zum Marktplatz, wo Dich auf einmal Dein Gesicht auf Riesen-Plakaten angeschaut hat, die alle zeitgleich heruntergerollt wurden. Da steckt viel Arbeit dahinter.

Da steckt viel Arbeit dahinter. Das habe ich auf der After-Show-Party noch einmal von dem ganzen Team erfahren. Es gab ja noch Interviews und am Ende wurden wir gefragt, ob wir nicht noch auf der After-Show-Party ein paar Burger essen. Die hatten da nĂ€mlich einen Food-Truck Wagen stehen. Und dann saßen wir bestimmt noch zwei Stunden mit dem ganzen Team zusammen und dann kam heraus, was da alles dahinter steckte. Die waren nĂ€mlich nicht nur an dem Tag nach Ennepetal gekommen, sondern das Team an sich war glaube ich schon drei Mal vorher in Ennepetal. Man hatte mich ausspioniert, wie mein Verhalten ist, wie ich gehe, wie ich lache, wie mein Alltag ist. Wir hatten uns ja hier fĂŒr den Sportplatz verabredet. Die haben mich vorher schon ausspioniert, wie geht er zum Sportplatz, wie ist sein Weg zum Sportplatz, damit da nichts AuffĂ€lliges passiert. Den Zahn habe ich ihnen gezogen! Da waren sie nĂ€mlich dann tatsĂ€chlich, und das ist die lustigste Stelle, die haben sich da selber auch immer kaputtgelacht. Ich war nĂ€mlich so aufgeregt an dem Tag! Normalerweise gehe ich den Weg von mir zu Hause hierhin zum Bremenstadion zu Fuß. Ich wollte aber pĂŒnktlich da sein! Und dann bin ich tatsĂ€chlich zwei Stationen mit dem Bus gefahren. Und das habe ich bei den ganzen Malen, an denen sie mich ausspioniert haben, nicht getan. Dann waren sie ein bisschen irritiert: „Er ist weg, er ist weg! Er ist in den Bus gestiegen! Ich weiß nicht, wo er aussteigt!“. Und dann haben sie mich hier vorne an der Bushaltestelle wieder aufgefangen.

Bilder: Jannik Olschewski mit Jan Böhmermann in Ennepetal (privat)

Du hast wahrscheinlich erst nach den Filmaufnahmen Dein Handy so richtig in die Hand genommen, hattest Du viele Nachrichten auf dem Handy?

Ja, der Dreh war um fĂŒnf Uhr zu Ende und ich bin danach sogar noch zu meiner Freundin gefahren. Sie wohnt ja nicht direkt hier. Ich habe ja noch eine halbe Stunde Zugfahrt gehabt und ich habe wĂ€hrend dieser halben Stunde Zugfahrt auch mein Handy ausgelassen. Ich musste einfach selber fĂŒr mich runterkommen. Ich habe den ganzen Tag dann nochmal in dieser halben Stunde Revue passieren lassen. Erst als ich bei ihr war, habe ich das Telefon angemacht. Ich kenne das, dass man, wenn man mal das Handy aus hat fĂŒr eine Zeit, dass es ein paar Minuten braucht. Ich habe das Telefon zehn Minuten oder eine Viertelstunde an die Seite legen können, weil wirklich eine Nachricht ĂŒber Facebook, WhatsApp, Instagram oder E-Mail nach der anderen kam, weil man mich nicht erreicht hat. Und dann natĂŒrlich noch SMS und Telefonate. Da war der Akku schnell leer.

Wie hat denn Deine Familie reagiert, auch nach der Ausstrahlung?

Es fanden eigentlich alle ganz lustig. Bis auf meine Oma, die ist da sehr kritisch, aber das kann ich verstehen. Sie hat dann gemerkt, dass es mir Spaß gemacht hat. Aber es war dieses: „Du bist doch so oft auch schon einmal in der Zeitung, musst du jetzt auch noch ins Fernsehen?“. Ich hab ihr gesagt: „Oma, ich wusste davon nichts, es tut mir leid!“. Und das fand sie dann am Ende doch lustig. Es war positiv.

Hat denn Deine Teilnahme an der Show jetzt noch einmal nachtrĂ€glich irgendetwas an Deinem Verhalten im Bereich Social Media verĂ€ndert? Oder hattest Du vorher schon fĂŒr Dich den Entschluss gefasst, mehr darauf zu achten, was Du postest oder was Du von Dir gibst?

Wie gesagt, ich habe ja wirklich schon versucht darauf zu achten. Ich habe in der Zeit vielleicht jetzt tatsÀchlich einmal einen Artikel weniger geteilt, den ich vielleicht schon einmal geteilt hÀtte. Aber an sich habe ich einfach weiter gemacht. Die Follower-Zahlen und die Anzahl an Facebook-Freunden ist auch gestiegen. Man hatte wirklich in der Zeit ganz viele Anfragen. Ich glaube, ich bin allein auf Instagram nur an dem Ausstrahlungsabend auf 150 Follower mehr gekommen. Wenn die Follower Input haben möchten, weil sie mir folgen, dann bekommen sie zwischendurch auch einmal ein bisschen Input.

Gerade wenn man eine TÀtigkeit im Bereich Politik macht, ist es ja gar nicht so schlecht, wenn man Leute hat, die einem folgen oder zuhören.

Richtig.

Du bist Mitglied der CDU, was machst Du beruflich?

Ich bin Marketing-Kaufmann in der Immobilien-Branche.

Du hast eine Freundin, die eine halbe Stunde Zugfahrt von hier entfernt wohnt. Und Du bist Jugendtrainer beim TuS Ennepetal. Hast Du da ĂŒberhaupt noch Zeit fĂŒr Dich?

Selten, aber die nutze ich. Die gebe ich mir, das ist dann wirklich mal am Fußballplatz oder so. Ich schaue schon, dass ich mal Oberligaspiele hier beim TuS Ennepetal schaue. Das sind dann einmal 90 Minuten fĂŒr mich, die ich nutze, um runterzukommen. Klar, man trifft auch hier immer Personen, man hat auch hier immer etwas zu reden, aber ich mache Dinge, die mir gefallen, das ist ganz wichtig. Ich gehe nirgendwohin wo ich denke, wie bekomme ich die Zeit rum? Und dadurch ist das natĂŒrlich auch „FĂŒr-mich-Zeit“.

„Böhmi“ hat ja versucht, Dich als BĂŒrgermeisterkandidat zu pushen. Wo ist denn die Liste mit den Unterschriften, wo man sich eintragen kann, damit Du BĂŒrgermeister wirst?

Ich mache jetzt einmal eben kurz Werbung. Unsere jetzige BĂŒrgermeisterin macht ihren Job sehr gut und solange sie das tun kann, soll sie es machen. Das vorab. Deswegen wird es keine Kandidatur geben. Wir reden da vielleicht mal in der Zukunft drĂŒber, aber jetzt war es einfach nur ein Gag von „Böhmi“. Den nutze ich natĂŒrlich, um meine Bekanntheit nach oben zu bringen, aber es steht ja auch eine ganz normale Ratswahl an und da fĂ€nde ich es schön, auch im September wieder in den Rat gewĂ€hlt zu werden. Und vielleicht bringt die Sache mit Jan Böhmermann ja etwas. Wenn Leute sagen: „Der war sympathisch, dem gebe ich mal mein Kreuzchen, dann bin ich schon zufrieden.“.

Zum Schluss noch eine Frage, die wir allen Interviewpartnern stellen. Gibt es einen Ort im EN Kreis, den du besonders magst, wo du besonders gut abschalten und Kraft sammeln kannst?

RĂŒggeberg. Also wirklich gesamt RĂŒggeberg. Da ist es egal, wo. Einfach dort hoch zu fahren, aus Ennepetal raus auf die Landstraße. Das GrĂŒn, das weite Sehen, sogar rein bis ins Sauerland. Über Breckerfeld hinweg, das ist so ein Punkt wo ich immer denke. „Das ist Heimat!“. Das finde ich richtig schön und da fĂŒhle ich mich richtig wohl.

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