SCHWELMANNS Kolumne | August 2018

Bekanntlich ist Schwelmann bekennender Frühaufsteher. In diesen Tagen im Sommer 2018 ganz besonders früh und gerne. Nicht nur, weil diese frühen Stunden vor Erwachen der Alltagshektik Gelegenheit bieten, den Tag mit allen Aufgaben in aller Ruhe zu planen und anzugehen, nein, in diesem oben schon erwähnten Sommer auch, um alle Fenster aufzureißen um die heimischen Räumlichkeiten mit der noch vergleichsweise angenehm kühlen Morgenluft zu fluten.

Sommerzeit – Urlaubszeit. Und was für ein Sommer wir in diesem Jahr haben! Temperaturen, die man sonst – wenn überhaupt – in den klassischen Urlaubsländern erwarten würde. Ganz besonders erfreulich für alle, die die schönste Zeit des Jahres im heimischen Garten oder auf Balkonien verbringen müssen oder wollen. So wie Schwelmann auch, dessen Urlaubsreise erst Ende September ansteht. So genießt Schwelmann auch diese Zeit und hat sich vorgenommen, sich zumindest in diesen Tagen und Wochen mal auf die positiven Dinge zu konzentrieren.

Auch auf seinen Streifzügen durchs Heimatdorf. Die langwierigen und äußerst nervigen Baustellen sind inzwischen fast gänzlich aus dem Stadtbild verschwunden und auch der Inhaber der Kuhbar dürfte seinen vor kurzem noch beklagten, baustellenbedingten Umsatzrückgang von 60 Prozent bei diesem anhaltenden Rekordwetter längst wieder wett gemacht haben. Ebenso wie alle Gastronomen, die ihren Gästen eine gemütliche Außengastronomie bieten können. Cafés, Kneipen und Restaurants mit Biergärten oder zumindest einigen Tischen im Freien sind beliebte Orte bei den daheimgebliebenen Schwelmern und man muss oftmals schon suchen, noch ein freies Plätzchen zu finden. Mediterranes Flair in unserem kleinen Städtchen. Herrlich! Und auch EWS mit seinem Team aus ehrenamtlichen Helfern vom Trägerverein des Schwelmer Freibades dürfte sich um mangelnden Zulauf nicht beklagen. Der erfrischende Sprung ins Wasser, noch dazu in so idyllischer Lage, lässt ja fast schon ein bisschen Urlaubsstimmung aufkommen. Die zahlreichen sommerlichen Veranstaltungen im Dorf sind dieser Tage auch ein besonderer Publikumsmagnet. Sommerfeste der Vereine, Musikveranstaltungen am Haus Martfeld , der freitägliche Feierabendmarkt auf dem Bürgerplatz, Folklorefest auf dem Märkischen Platz, Weinfest, Benefizkonzerte im Freibad… Da sag noch mal einer, in Schwelm wäre nichts los! Natürlich muss man seinen Allerwertesten schon mal vom Sofa heben.

Apropos Feste: Die Sommermonate vor dem Schwelmer Heimatfest mit dem großen Festumzug, der traditionell am ersten Sonntag im September stattfindet, sind für die aktiven Schwelmer Nachbarinnen und Nachbarn auch immer Arbeitswochen. Urlaub hin, schönes Wetter her. So wird auch dieser Tage auf den Bauplätzen der 13 Nachbarschaften gewerkelt, was das Zeug hält. Das Motto des diesjährigen Heimatfestes steht längst fest. Es lautet in diesem Jahr: „Groot un kleen, alle bineen“. Groß und klein – alle zusammen. Ein schönes Motto, findet Schwelmann, selbst aktiver Nachbar bei einer der kleineren Nachbarschaften in Schwelm. Groß und klein, alt und jung: Zusammen wird etwas geschaffen, zusammen wird eine alte Schwelmer Tradition hochgehalten. Und am Festzugsonntag werden wieder viele tausend Besucher an den Straßenrändern längs des Zuges stehen und den Aktiven sicher wieder für die vielen schönen und fantasiereichen Festzugbeiträge mit Applaus danken. Schwelmann selbst wird diesen Applaus ebenfalls genießen, als Mitglied einer Fußgruppe. Wie der Name schon sagt, dürfen die Fußgruppen genau wie die Einzelgänger die Wegstrecke auf Schusters Rappen zurücklegen. Und weil man dauernd in Bewegung ist, wird die Strecke für die armen Läufer schnell mal doppelt so lang… Nicht ganz so lang dagegen ist der Zug selbst in diesem Jahr. Leider können zwei der dreizehn Nachbarschaften nicht bzw. nur mit einem Notwagen teilnehmen, der außerhalb der Wertung mitfährt. Der Grund sind Bauplatzprobleme. Während die einen ihren komplett umbauen, haben die anderen keinen mehr und eine Ersatzfläche zu finden, ist nicht so einfach. Schwelmann hofft jedenfalls, dass im nächsten Jahr wieder alle 13 Nachbarschaften am Start sind. Freuen wir uns also alle über diesen außergewöhnlich warmen Sommer. Und freuen wir uns auf unser schönes Heimatfest mit dem farbenprächtigen Lindwurm, der sich durch des Dorfes Straßen schlängeln wird. Vielleicht sieht man sich ja .

Bis dahin grüßt der Schwelmann

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