Im Gespräch mit Berufskraftfahrer Sebastian Lorenc
Berufskraftfahrer, das klingt für viele nach stundenlangem Sitzen und stumpfem Geradeausfahren. Doch wer denkt, das sei alles, irrt gewaltig. Sebastian Lorenc ist seit seiner Ausbildung bei der AHE auf den Straßen im Einsatz und gibt uns einen Einblick in seinen Alltag und warum er seinen Beruf liebt.
Sebastian, welche Tätigkeiten übernimmt ein Berufskraftfahrer?
Mehr als nur LKW fahren! Neben einem sicheren Fahrstil und ständiger Aufmerksamkeit im Straßenverkehr, bin ich auch für das Fahrzeug und meine Kollegen an Bord verantwortlich. Ich kenne meine Route genau, achte auf Besonderheiten wie enge Straßen oder Baustellen und halte Zeitpläne ein. Dabei habe ich bis zu 40 Tonnen unter Kontrolle – jede Entscheidung zählt und kann entscheidend für Sicherheit und Ablauf sein.
Wie beginnt dein Arbeitstag?
Erstmal gibt’s Kaffee, ohne den geht gar nichts. Dann hole ich den Tourenplan und mache mich auf den Weg zu meinem zugewiesenen Fahrzeug. Bevor es los geht, steht die Abfahrtskontrolle an: Ich gehe einmal um das Fahrzeug, prüfe die Reifen und den Tank und schaue mir das Fahrzeug genau an, ob Schäden zu sehen sind. Erst wenn alles in Ordnung ist, kann die Tour starten.
Und dann heißt es: ab auf die Straße?
Genau, dann geht´s los! Ich behalte den Verkehr im Blick und halte mich strikt an die Verkehrsregeln. Die Sicherheit für alle ist im Fokus, denn mindestens ein Kollege ist immer hinter dem Fahrzeug auf dem Tritt dabei – ein Müllwerker. Wir arbeiten Hand in Hand, koordinieren uns bei jedem Halt und unterstützen uns gegenseitig. Dieses Teamwork macht den Beruf aus und sorgt dafür, dass alles reibungslos läuft.
Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, um Berufskraftfahrer zu werden?
Technisches Verständnis ist eine Grundvoraussetzung. Wenn der Bordcomputer eine Meldung zeigt, muss ich sofort wissen, was sie bedeutet und wie ich reagieren muss. Auch die Ladungssicherung spielt eine große Rolle – da gelten klare gesetzliche Vorgaben, die eingehalten werden müssen. Zuverlässigkeit, Aufmerksamkeit und Verantwortungsbewusstsein sind wichtige Eigenschaften für diesen Beruf.
Wie bist du überhaupt auf den Beruf gekommen?
Das ist einfach, in meiner Familie waren schon mein Großvater und auch mein Vater Berufskraftfahrer. Als ich gesehen habe, dass die AHE Ausbildungsplätze anbietet, dachte ich: Warum nicht einfach ausprobieren? Ich habe es gemacht und es nie bereut.
Wie war die Ausbildung für dich?
Ich habe die Ausbildung ohne Führerschein begonnen, weder fürs Auto noch für den LKW. Beide Führerscheine habe ich im Laufe der Ausbildung gemacht und die Kosten wurden komplett von der AHE übernommen – ein riesiger Vorteil als Azubi! Im Laufe der Ausbildung lernt man verschiedene Fahrzeugtypen kennen und spezialisiert sich auf ein Fahrzeug seiner Wahl. Anfangs dachte ich: Hecklader sind nichts für mich. Doch als ich dann den LKW-Führerschein hatte und den Hecklader selbst fahren durfte, hat sich meine Meinung schnell geändert.
Gab es besondere Momente, die dir im Gedächtnis geblieben sind?
Der Tag, an dem ich meine Führerscheine bestanden habe, war ein echtes Highlight. Aber am schönsten sind die kleinen Momente unterwegs – zum Beispiel, wenn Kinder uns zuwinken. Manche Kinder kommen sogar mit ihren Eltern neugierig auf uns zu, möchten den LKW sehen und stellen Fragen. In solchen Augenblicken merke ich: Für die Kleinen ist man der Held auf der Straße. Das ist ein tolles Gefühl und genau das macht den Beruf so besonders.
Du hast in der Ausbildung auch Freundschaften geschlossen, oder?
Ja, auf jeden Fall. Meinen besten Freund habe ich tatsächlich während der Ausbildung kennengelernt. Wir haben am selben Tag angefangen und sofort gemerkt, dass wir auf einer Wellenlänge sind. Seitdem sind wir beste Freunde. Diese Freundschaft ist für mich eines der wertvollsten Dinge, die ich aus der Ausbildung mitgenommen habe.
Bei all der Verantwortung, die du in deinem Beruf hast, sei es beim Fahren oder im Umgang mit diesen großen Fahrzeugen, merkt man sicher auch, wie wichtig nachhaltiges Handeln ist. Inwiefern beeinflusst dein Berufsalltag dein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umweltschutz?
Papier, Plastik – alles kam in denselben Sack. Ich wusste nicht, was das für die Umwelt bedeutet. Aber durch meine Tätigkeit habe ich gelernt, wie wichtig Abfalltrennung und Recycling wirklich sind. Das Berufsbild des Berufskraftfahrers bringt ein großes Gespür für das Umweltbewusstsein mit sich, welches man auch mit in seinen Alltag nimmt. Heute achte ich auch im eigenen Zuhause auf eine geordnete Abfalltrennung. Durch den täglichen Umgang mit Abfällen in diesem Beruf, verändert sich die eigene Haltung zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz.
Man merkt: der Beruf des Berufskraftfahrers ist weit mehr als nur LKW fahren. Es geht um Verantwortung, Technik, Teamgeist und darum, jeden Tag einen Beitrag für die Gemeinschaft und die Umwelt zu leisten. Du denkst, das könnte auch etwas für dich sein?
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