Interview mit der Coverband SMITHY

Interview mit der Coverband SMITHY

🕓 Lesezeit circa 7 Minuten

Der Artikel „Interview mit der Coverband Smithy – Die Stimmung ist immer bombastisch“ erschien in der EN-Aktuell 02/18. In der Zeitschrift ist nur ein gekĂŒrzter Teil des Interviews zu lesen. Das komplette, ungekĂŒrzte Interview finden Sie hier – zum Anhören oder Lesen.

Das Interview anhören statt lesen

Sie möchten das Interview lieber anhören statt es zu lesen? Hier können Sie dem GesprÀch lauschen statt es zu lesen:

Bitte stimmen Sie den YouTube cookies zu, um dieses Video anzuschauen. Nach der Zustimmung greifen Sie auf externen Inhalt von YouTube zu.

YouTube Datenschutz

Nach Zustimmung wird die Seite neu geladen, dann können Sie das Video anschauen.

Interview: „Die Stimmung ist immer bombastisch“

Es gibt kaum jemanden im EN-Kreis, der sie nicht kennt: die Cover-Band Smithy. Seit einem viertel Jahrhundert rocken unter diesem Namen tolle Musiker und Musikerinnen durch die Region und verbreiten gute Stimmung. Drei Bandmitglieder der Kultband konnten wir zu einem Interview gewinnen. Wir sprachen mit Kristin Peters, Daniel Hinzmann und Oliver Maikranz ĂŒber ihre Band und ihren Erfolg.

25 Jahre Covermusik, das ist eine lange Zeit! Wer hat Smithy in den 90ern gegrĂŒndet und wie entstand die Idee zu einer Coverband?

Oli: Da antworte ich mal als DienstĂ€ltester
 Dabei war keiner von uns! Es ist tatsĂ€chlich so, dass es viele Sagen gibt wie der Bandname entstanden ist. Wahrscheinlich lag es daran, dass damals einer der GrĂŒnder Rainer Schmitz hieß. Und Schmitz und Smithy, das bot sich ja an. Peter Schilling ist auch lange Bassmitglied bei uns gewesen; einer der noch lange in der Formation gespielt hat. Lutz Otto ist nachher dazugestoßen. Von den ursprĂŒnglichen Mitgliedern ist aber gar keiner mehr mit dabei. Warum die sich gegrĂŒndet haben ist relativ einfach zu erklĂ€ren: das ist aus einer Laune entstanden. FĂŒr eine Veranstaltung, entstand Smithy als ein Ableger von MĂŒhlenteich, das ist eine Band gewesen, die viel Cover-Oldies gespielt hat. Und so ist Smithy entstanden. Aber wie gesagt, die jetzige Formation ist ja eher eine, ich sag „Refresh-Version“. Wir sind jĂŒnger und anders orientiert. Von der Ursprungs-Formation ist leider keiner mehr dabei.

Es wurde also weiter vererbt von Jahr zu Jahr, so dass der Name bestehen geblieben ist.

Oli: Genau, also ich bin 23 Jahre dabei. Smithy gibt es aber schon viel lĂ€nger, eine Band sind wir jetzt schon 27 Jahre. Und ich bin jetzt gerade der DienstĂ€lteste und habe natĂŒrlich damals auch viele von den Ältesten miterlebt.

Spielt Ihr generell nur Cover Musik oder habt Ihr auch schon mal eigene StĂŒcke geschrieben und gespielt?

Oli: Wir spielen natĂŒrlich vorrangig Cover-Musik, denn unser Motto ist es, dass die Leute mitfeiern sollen und bekannte Sachen erleben sollen, aber es gibt auch eigene StĂŒcke. Micha Ziegemeyer, unser Schlagzeuger, hat zwei StĂŒcke geschrieben. Eines speziell zum 20-JĂ€hrigen. Da ging es um die Emotionen, die man auf der BĂŒhne hat, wenn man den Fans gegenĂŒbersteht. Ein sehr emotionales Lied! Es hat auch noch zwei andere gegeben. Eines davon der EN-Baskets-Song, der immer noch in der Baskets-Halle erklingt. Den haben wir damals zusammen mit dem Kader gemacht. Aber ansonsten beschrĂ€nken wir uns eher auf Cover.

ErzĂ€hlt doch mal aus dem Leben einer Rockband! Sex, Drugs und Rock Roll – wĂŒrdet Ihr so euer Leben beschreiben?

Daniel: Nein, eigentlich ist unser Leben relativ normal! Die meisten von uns gehen normalen Berufen nach. Mehr oder weniger normalen Berufen! Der einzige von uns, der hauptberuflich mit Musik zu tun hat, ist Stefan Ebbing, unser Gitarrist. Er ist Gitarrenlehrer und macht quasi 24 Stunden am Tag Musik. Sonst machen alle anderen hauptberuflich noch einen anderen Job und Musik ist eher ein Hobby, das sehr viel Spaß macht und mit dem man gut rumkommt.

Ihr könnt also nicht von der Musik alleine leben und geht noch anderen Berufen nach?

Daniel: Das ist immer so eine schwierige Sache, von so etwas zu leben! Es ist ein hartes Brot, sich als Musiker selbstÀndig zu machen und das hauptberuflich zu machen. Das stellt man sich vielleicht ein bisschen leichter vor als es ist. Wenn man rund um die Uhr unterwegs sein muss, weil man durch die Musik sein Brot verdienen muss und die Musik kein Hobby mehr ist.

Was war eines Euer schönsten Fan-Erlebnisse?

Oli: Wir haben ja eine Menge toller Sachen erlebt! Die grĂ¶ĂŸten Fan-Erlebnisse hat man natĂŒrlich bei großen Veranstaltungen, beim 10- oder 25-JĂ€hrigen, bei denen wir dann auch immer reichlich beschenkt worden sind. So etwas ist natĂŒrlich schon gewaltig! Gerade das 25-JĂ€hrige in der Event-Halle in Schwelm war emotional sicherlich ein sehr großes Erlebnis! Aber ich glaube, man hat kleine und große Fan-Erlebnisse. Sowohl in der Kneipe kann man ein tolles Erlebnis haben, als auch auf großen Veranstaltungen. Landskron ist natĂŒrlich immer eine herausragende Sache. Wir durften ja zwei Jahre in Görlitz spielen bei Landskron auf dem Brauerei Festival. Das sind so 10 bis 15.000 Leute auf dem Platz, das macht schon Spaß! Und das ist sicherlich fanmĂ€ĂŸig auch sehr emotional. Aber ich finde auch man kann in einem Hopfengarten oder in einem Pub 18 wunderschöne Fan-Erlebnisse haben. Es kommt nicht auf die GrĂ¶ĂŸe der Veranstaltung an.

Kristin, als einzige Frau in der Band, wie fĂŒhlt es sich an? Du bist ja quasi die Henne im Korb!

Kristin: Ja, ganz genau. Es hat auch eine Zeit lang gedauert bis ich die erzogen habe! (lacht) Ich bin auch immer noch dran! (lacht) Nein, es ist sehr lustig mit den MĂ€nnern! Es geht manchmal turbulent zu und es ist sehr interessant mal nur unter MĂ€nnern zu sein und nicht nur unter Frauen. Verschiedene Charaktere treffen da aufeinander. Die Proben sind immer sehr lustig! Sehr amĂŒsant, wenn der eine mal wieder den einen oder anderen Spruch rauslĂ€sst! Aber im Prinzip passen alle auf mich auf! „Ich habe sechs BeschĂŒtzer“ sag ich immer.

Also sie verhalten sich wie Gentlemen
Richtig, ja. Am Anfang
 jetzt nicht mehr so. (lacht)

Ihr hattet im Februar im Ibach-Haus in Schwelm ein Unplugged Konzert. Wo ist der Unterschied fĂŒr Euch Musiker bei unplugged-Konzerten, außer dass auf Strom verzichtet wird?

Kristin: Also Strom gibt es bei einem Unplugged-Konzert. Wir spielen Gitarre und Klavier und auch der Bass ist ja trotzdem verstĂ€rkt. Aber zum Teil Akustik-GerĂ€te. Das Besondere ist dabei einfach, dass wir einige Lieder verĂ€ndern. Sie nicht direkt covern, sondern immer noch einen eigenen Touch dazu geben. Zum Beispiel haben wir „Heavy Cross“ gespielt, das ist bei uns mehr so ein Tango-Verschnitt. Oder Katy Perry „I kissed a girl“ ist eine Jazz-Nummer geworden. Oder wir spielen „Highway to hell“ mit einem Akkordeon-Solo. Und auch die NĂ€he von den Fans ist ein bisschen anders, weil es ein bisschen ruhiger ist. Alles ist ein bisschen familiĂ€rer als bei den großen, vollinstrumentierten Konzerten. Es ist alles ein bisschen kuscheliger und heimeliger.

Zu Eurem Rock-Xmas Konzert am Ende des Jahres in der Sportalm Gevelsberg sammelt Ihr schon seit ein paar Jahren fĂŒr die „Aktion Lichtblicke“. Wie kam es dazu und worum geht es in der Aktion Lichtblicke.

Daniel: Wie es dazu kam ist eigentlich einfach erzĂ€hlt: wir haben immer wieder mal GrĂŒnde oder Möglichkeiten gesucht, uns zu engagieren. Das tun wir eigentlich immer. Wir tun es auch fĂŒr das Freibad in Schwelm jetzt zum Beispiel oder auch fĂŒr andere Organisationen. Wir haben fĂŒr das Hospiz in Gevelsberg gespendet zu unserem 25-JĂ€hrigen. Die Lichtblicke-Aktion ist uns deswegen ans Herz gewachsen, weil sie sehr direkt hilft und zwar regional hier im EN-Kreis. Das war der Grund, warum wir uns vor Jahren dafĂŒr entschieden haben. Und das jetzt auch schon seit einigen Jahren regelmĂ€ĂŸig machen, dass wir bei unseren Weihnachtskonzerten explizit dafĂŒr sammeln und spenden. Bei Lichtblicke ist es so, dass das Geld nicht von irgendwelchen Verwaltungskosten aufgefressen wird, sondern das Geld sehr direkt an BedĂŒrftige, vorrangig auch Kinder und Jugendliche im Bereich des EN-Kreises fließt. Und das macht natĂŒrlich Sinn, damit wir auch wissen, dass wir etwas getan haben, oder wir dort helfen konnten, wo wir auch selbst beheimatet sind.

Am 30.4 spielt ihr wieder den Kult-Mairock im Kolpinghaus, eurem Wohnzimmer in Schwelm. Hierzu dĂŒrfen wir in der aktuellen Ausgabe auch wieder 3×2 Karten verlosen, hierfĂŒr schon mal vielen Dank. Auf was können sich die Fans dieses Jahr zum Mairock freuen?

Die Fans können sich auf die Musik freuen. (lacht) Das Mairock-Konzert ist immer etwas Besonderes! Durch diese Wohnzimmer-AtmosphĂ€re im Kolpinghaus ist alles ein bisschen muckeliger, enger und wird sehr schnell warm. Und die Stimmung ist immer bombastisch! Jedes Mal sind wir wieder aufs Neue erstaunt, was da wirklich zurĂŒckkommt von unten von der BĂŒhne! Bei manchen Liedern wird man von dem Publikum ĂŒbertĂŒncht von der LautstĂ€rke, das ist echt bombastisch!

Und als letzte Frage, welche wir immer unsere Interview-GÀsten stellen: wo im EN-Kreis könnt ihr so richtig entspannen, der Welt entfliehen und die Akkus auftanken?

Oli: Also ich entspanne tatsĂ€chlich, wenn man von entspannen reden kann, bei Musik. Musik machen ist bei mir das Entspannendste! Und das kann man natĂŒrlich auch einmal auswĂ€rts tun! Aber meistens mache ich zu Hause Musik, einfach nur bei mir im Esszimmer. Das ist fĂŒr mich Entspannung!

Kristin: Ich nutze tatsÀchlich gerne die Natur hier in Ennepetal. Ich wohne in Ennepetal und gehe hier sehr viel spazieren und trekken. Ich nutze da die ganze Natur und die ganzen Wanderpfade hier in Ennepetal.

Daniel: Mir fĂ€llt jetzt spontan gar nicht so viel ein! Ich bin grundtiefenentspannt. (lacht) Was ich als entspannend empfinde, aber meistens erst im Nachhinein, ist Fußballspielen. Ich spiele Fußball in Schwelm bei der Spielvereinigung Linderhausen. Wenn man einen langen Tag hatte, bekomme ich den Kopf abends sehr gut frei, wenn ich einfach Fußball spiele und mich auspowern kann. Danach fĂŒhlt man sich gut.

Wir bedanken uns herzlich fĂŒr Eure Zeit und wĂŒnschen der gesamten Band Smithy fĂŒr die nĂ€chsten Jahre weiterhin viel Erfolg!

Fotos: Weltenbrand Fotografie

Offizielle Webseite und Facebookseite von SMITHY

3 Kommentare
  • Pingback:EN-Aktuell MĂ€rz-April 2018 - EN-Aktuell
    Geschrieben um 17:13h, 05 MĂ€rz Antworten

    […] Lesen oder hören Sie das Interview mit Kristin Peters, Daniel Hinzmann und Oliver Maikranz von der Kultband Smithy. WĂ€hrend die EN-Aktuell dieses Jahr ihr 10-jĂ€hriges JubilĂ€um feiert, schaut die Band schon auf […]

  • Pingback:Rock-X-mas Spendenaktion ergab 1.500 Euro - EN-Aktuell
    Geschrieben um 18:43h, 05 MĂ€rz Antworten

    […] Hier geht es zum aktuellen Audio-Interview mit Smithy […]

  • Pingback:EN-Aktuell Dezember 2018 - EN-Aktuell
    Geschrieben um 21:11h, 24 November Antworten

    […] darunter Zauberweltmeister Marc Weide, die wunderbare Kabarettistin Sia Korthaus oder die beliebte Schwelmer Band Smithy. Jetzt sind wir schon wieder bei der achten und letzten Ausgabe des Jahres 2018 angekommen und […]

Schreiben Sie einen Kommentar