DER ZWERGENKÖNIG VON BURG HARDENSTEIN IST ZURÜCK, UM SEINE MEINUNG KUNDZUTUN
Werte Leserinnen & Leser,
wenn ein Zwergenkönig so lange unter Menschen wandelt wie ich, dann lernt er zweierlei: Jede Zeit hält ihre eigenen Prüfungen bereit, und nichts verschwindet wirklich, nur weil man aufhört, darüber zu sprechen. Die Coronazeit ist zwar vorbei, doch viele Menschen können das Kapitel nicht schließen, zu präsent sind die Folgen dieser Zeit. Die Einschränkungen, die harten Lockdowns, die Umstellungen in Schule, Beruf und Alltag haben Spuren hinterlassen, die sich nicht einfach wegwischen lassen, und noch immer kämpfen Menschen mit den Nachwirkungen. Besonders die Kinder haben unter den Maßnahmen gelitten, verloren Normalität, soziale Kontakte und einen Teil ihrer kindlichen Freiheit.
In dieser Ausgabe unseres Blattes findet sich ein Interview, das mich tief erschüttert hat. Eine Mutter erzählt von ihrem Sohn, wie er nach der Impfung immer kränker wurde, bis er fast vollständig gelähmt im Bett lag und sich nur noch den Tod wünschte. Am Ende ist er gestorben. Sie ist sich 100 Prozent sicher, dass die Corona-Impfung die Krankheit ausgelöst hat. Ihre Worte sind zugleich eine Anklage, getragen von Schmerz und dem Wunsch nach Gerechtigkeit. Wie Sie wissen, werte Leserschaft, wandere ich ungesehen durch unser Gefilde, belausche im Verborgenen die Gespräche in Gaststuben, auf Marktplätzen, in Wartezimmern. Immer wieder berichten Menschen dieser Tage, dass sich ihre Gesundheit nach der Corona-Impfung verschlechtert hat. Andauernde Müdigkeit, Herzprobleme, neue Gebrechen, und der Begriff „Turbokrebs“ fällt mal hier mal da. Ein böses Wort, ein Wort, das Furcht in sich birgt wie ein Gewitter den Donner. Auch bei diesem Thema wird nicht richtig hingeschaut, die Betroffenen werden nicht ernst genommen, als hätte man Angst zuzugeben, dass die Impfung nicht so harmlos war, wie man lange behauptet hat, und dass sie zum Teil sogar schwere Nebenwirkungen bis hin zum Tod hatte. Was ich außerdem immer wieder höre: Viele Menschen hier im Ennepe-Ruhr-Kreis sagen klar, sie würden sich heute nicht noch einmal zu einer mRNA-Impfung überreden lassen. Nicht aus törichter Verbohrtheit, sondern aus einem gewachsenen Misstrauen. Vertrauen, meine liebe Leserschaft, ist wie Porzellan. Einmal gesprungen, bleibt die Linie sichtbar. Gerade deshalb habe ich mir früh eine redliche Aufarbeitung gewünscht. Eine klare, offene Bestandsaufnahme: Was wussten wir wann, welche Risiken wurden wie kommuniziert, wo lag man richtig, wo irrte man. Nicht um Schuldige zu jagen, sondern in erster Linie um Vertrauen zurückzugewinnen. Und was ich sehe, wenn ich auf die Enquetekommission des Bundestages blicke, ist ernüchternd. Viele Fragen werden nur oberflächlich behandelt, kritische Punkte bleiben unbearbeitet. Die Freiheit der Menschen wurde massiv eingeschränkt, Grundrechte verletzt, und viele sprechen bis heute davon, dass Entscheidungen viel zu schnell und ohne ausreichende Prüfung über sie hinweg getroffen wurden. Ganz zu schweigen von den Impfnebenwirkungen, die kaum thematisiert werden.
Viele dieser wichtigen Themen wird auch von den Medien nur am Rande behandelt, und es entsteht der Eindruck, als wolle die Politik und die großen Medienhäuser das Thema unter den Teppich kehren. Die Menschen haben ein Recht auf echte Aufarbeitung, auf Antworten, die nicht nur auf Papier existieren. Betroffene müssen gehört, gesehen und ernst genommen werden, ohne dass sie als „Schwurbler“ beschimpft werden. Aufarbeitung bedeutet nicht nur, Fakten chronologisch zu sammeln, sondern auch strukturelle Fehler, politische Übersteuerung und den tiefen Riss, der durch unsere Gesellschaft gegangen ist, klar zu benennen, ohne Beschönigung. Solange die Kommission mehr mit sich selbst und ihrer eigenen Darstellung beschäftigt ist als mit der nüchternen Rekonstruktion dessen, was war und warum es so war, wächst kein Vertrauen. Aufarbeitung verlangt Mitgefühl, ernsthaftes Zuhören von denen, die unter Einschränkungen, Krankheit oder Verlust leiden, und konkrete Unterstützung der Betroffenen. Nur so lässt sich die Coronazeit angemessen reflektieren und zeigen, dass unsere Gesellschaft bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, nicht nur für das, was gut lief, sondern auch für das, was schiefging.
Ich, Goldemar, habe Reiche aufsteigen und fallen sehen, habe Seuchen erlebt und Kriege, habe erlebt, wie Menschen einander heilten und einander ins Unglück stürzten. Am Ende blieb mir immer dieselbe Erkenntnis: Die Wahrheit fürchtet kein Licht, wohl aber das Verschweigen. Die Coronazeit mag vorüber sein, doch die Schatten dieser Zeiten lasten noch schwer über manchem Heim in unserm Lande.
Es wäre klug, das Licht einzuschalten, statt sich an die Dunkelheit zu gewöhnen.

