AVU und TU Dortmund – Lernen durch Beratung

AVU und TU Dortmund – Lernen durch Beratung

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Foto: AVU

Der Onlineshop oder die Beraterin im örtlichen Laden? Umweltfreundliche Angebote aus der Heimat oder günstige Massenware? Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit, Nähe und gesellschaftliches Engagement bei der Wahl eines Stromanbieters?

Studierende der TU Dortmund beschäftigen sich aktuell mit diesen Faktoren. Im Fokus steht dabei besonders die Tatsache, dass unsere digitalisierte Umwelt das Verhalten und die Erwartungen von Kunden verändert. Neue Wege müssen her, um mit Kunden Beziehungen aufzubauen und ihre Erwartung an neue Produkte und Services zu erfüllen.

AVU-Treffpunkte, Call-Center, Fabrikhallen und Fußgängerzonen, das sind also aktuell die Orte, die 20 Marketing-Studierende im Sommersemester 2016 gegen ihre Plätze im Hörsaal eintauschen. Die Bachelorkandidaten beschäftigen sich so ganz praxisnah mit den wissenschaftlichen Fragestellungen des Marketings. Sie proben dabei den Arbeitsalltag als Marktforscher, und das in Kooperation mit der AVU.

AVU Vorstand Uwe Träris zeigt sich inspiriert von diesem Projekt. „Für uns ist die Kooperation mit dem Lehrstuhl für Marketing eine klassische Win-Win Situation. Denn auch wir lernen jede Menge aus diesem Projekt.“ Beispielsweise über die Wünsche der Kunden, über die Akzeptanz von Energieangeboten und über das Image von Energieversorgern. Erkenntnisse, die uns sonst in dieser Art nicht vorliegen. Junge, unvoreingenommene Menschen geben uns so einen Blick von außen auf das Unternehmen, den wir bei der Entwicklung von Angeboten der zukünftigen Kundenkommunikation berücksichtigen wollen.

Neben den Faktoren „regionale Nähe“ und „Nachhaltigkeit“ analysieren die Studierenden beispielsweise Einflüsse durch Vergleichsportale auf die Kaufentscheidung. Dann nehmen die Hochschülerinnen und Hochschüler die Rolle von Unternehmensberaterinnen und -beratern ein und präsentieren dem Auftraggeber AVU zielgerichtete Handlungsempfehlungen. Zum Beispiel für die Entwicklung neuer Angebote zum energetischen Sanierung, Smart Home und der Elektromobilität. Zusätzlich hinterfragen sie die Akzeptanz von Energieeffizienzmaßnahmen in der heimischen Industrie und dem Wohnungsbau.

Seit 18 Jahren eröffnet Professor Hartmut Holzmüller vom Lehrstuhl für Marketing an der TU Dortmund Studierenden die Möglichkeit, im Rahmen von Lehrveranstaltungen zu Praktikerinnen und Praktikern zu werden. „Learning by Consulting“ hat Holzmüller das Konzept im Jahr 1998 getauft. Seither haben 60 Unternehmen und Institutionen aus der Region im Rahmen von Projekten mit der TU Dortmund kooperiert.

Weitere Infos auf avu.de

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