Interview mit Andrea Stolte

Interview mit Andrea Stolte

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Der Artikel ‚ÄěINTERVIEW MIT ANDREA STOLTE ‚Äď Es ist f√ľr uns alle gemeinsam wichtig, dem Thema Gewalt etwas entgegenzusetzen‚Äú erschien in der EN-Aktuell 02/20. In der Zeitschrift ist nur ein gek√ľrzter Teil des Interviews zu lesen. Das komplette, ungek√ľrzte Interview finden Sie hier ‚Äď zum Anschauen, Anh√∂ren oder Lesen.

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Es ist f√ľr uns alle gemeinsam wichtig, dem Thema Gewalt etwas entgegenzusetzen

Frau Andrea Stolte, wir haben uns heute verabredet, um √ľber das Thema Gewalt gegen Frauen zu sprechen. Die¬†Weltgesundheitsorganisation (WHO)¬†benennt Gewalt als eines der gr√∂√üten Gesundheitsrisiken f√ľr Frauen.¬†Ist das auch in Deutschland so? Wie viele Frauen m√ľssen Gewalt oder sexuellen Missbrauch hier in Deutschland erleiden?
Die Weltgesundheitsorganisation hat diese Zahl ja weltweit erhoben. Tats√§chlich ist es so, dass auch in Deutschland, und das denken viele Menschen ja nicht, jede dritte bis vierte Frau Gewalt in ihrem Leben und jede vierte Frau Gewalt in ihrer Partnerschaft im Lebensverlauf erlebt. Viele Menschen denken, das passiert bei uns in Deutschland nicht. Das stimmt nicht. Auch in Deutschland gibt es sehr viele Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Daher st√ľtzen wir uns, wenn wir √ľber dieses Thema sprechen, genau auf diese Zahlen. Um Ihre Frage zu beantworten: ja, Frauen in Deutschland sind ebenfalls sehr h√§ufig von Gewalt betroffen. Und das Thema der WHO, der Weltgesundheitsorganisation, ist: Gewalt macht Frauen krank. Das ist das gro√üe Thema. Vielleicht noch einmal ein Hinweis. Es geht nicht nur um Misshandlung wie Schlagen, diese typischen blauen Augen, diese sichtbaren Misshandlungen, bei dem ja ganz viele Menschen sofort ein Bild zu haben. Gerade und insbesondere die psychischen Beleidigungen, Dem√ľtigungen und Herabw√ľrdigungen haben eine gro√üe krankmachende Wirkung auf das Leben von Frauen und sehr viele sp√§tere Gesundheitsfolgen. Es ist tats√§chlich ein Thema und ich finde es sehr sch√∂n, dass Sie das sofort ansprechen, gerade auch f√ľr den medizinischen Bereich. Vielleicht wissen Sie das. Wir hier von Gesine Intervention haben 2004 ein Netzwerk Gesundheit gegr√ľndet, wir sind hier im Ennepe-Ruhr-Kreis sehr gut damit bekannt, aber auch dar√ľber hinaus, wo wir versuchen, den Gesundheitsbereich zu dieser Thematik mit einzubeziehen, weil wir ganz viele brauchen, die sich um das Thema Gewalt und Unterst√ľtzung von Frauen und nat√ľrlich auch M√§nnern und Kindern k√ľmmern. Und da sind der medizinische Bereich und √Ąrzte ein ganz wichtiger Kooperations- und Vernetzungspartner.
Wer sind die Täter? Sind das hauptsächlich Fremde oder doch Menschen aus dem privaten Umfeld, die Frauen so etwas antun?
Wir m√ľssen da unterscheiden. In Deutschland hei√üt das h√§usliche Gewalt. Das ist ein bisschen irref√ľhrend der Begriff. Was ist das schon, h√§usliche Gewalt? In Deutschland bedeutet das Gewalt in Partnerschaften. Gewalt in Partnerschaften setzt voraus: das sind entweder jetzige oder ehemalige Partner, die Gewalt aus√ľben. Also von daher ist die Antwort: ja, es sind wirklich Vertraute, gerade in Beziehungen, aber es gibt nat√ľrlich auch Gewalterfahrungen in der Kindheit. Dann sprechen wir von Kindesmisshandlung, sexualisierter Gewalt. Da sind es allerdings auch ganz h√§ufig Verwandte, V√§ter, Br√ľder, Onkel, Lehrer, je nachdem.
Also Vertrauenspersonen.
Vertrauenspersonen, genau! Vielleicht noch einmal einen Satz zum Zusammenhang zum Thema Gesundheit. Das macht es ja gerade so gesundheitssch√§digend. Sie m√ľssen sich das vorstellen, wenn wir als Menschen etwas Schreckliches erleben, ich sage jetzt mal ein Trauma erleben oder einen Unfall, dann ist es so: derjenige, der uns sch√§digt, je enger diese Person ist, desto negativer ist die Wirkung auf meine Gesundheit. Ich bin ersch√ľttert, noch einmal ganz anders, als wenn es jemand Fremdes ist.
Woher kommt das Gewaltpotential? Wie entsteht Gewalt innerhalb Beziehungen und Familien?
Der Kernpunkt von h√§uslicher Gewalt hat etwas mit Macht und Kontrolle zu tun. Wir k√∂nnen uns ja fragen, wie unterscheiden wir Gewalt und Streit? Das werde ich ganz h√§ufig gefragt. Was ist noch in Ordnung und wo f√§ngt Gewalt an? Gewalt f√§ngt da an, wenn Beziehungspartner etwas anwenden, wo sie zielgerichtet die andere Person, in diesem Fall ihre Partnerin oder ihre Ex-Partnerin, wiederholt herabw√ľrdigen, um mehr Kontrolle zu haben, um mehr Macht zu haben, um Einfluss zu nehmen.
Das heißt, die sachliche Ebene wurde längst verlassen.
Genau. Mir ist es an dieser Stelle noch einmal wichtig zu sagen. Das Thema h√§usliche Gewalt hat etwas damit zu tun, dass es in den allermeisten F√§llen Gewalt gegen Frauen ist. Ich sage an dieser Stelle ganz deutlich: nat√ľrlich gibt es auch Frauen, die gewaltt√§tig sind. Sowohl gegen√ľber ihren Kindern als auch auf der Stra√üe und ihren Partnern gegen√ľber. Das gibt es. Trotzdem zeigen die Zahlen, dass es wesentlich mehr m√§nnliche Beziehungspartner sind, die gegen√ľber ihren weiblichen Beziehungspartnerinnen gewaltt√§tig sind. Das zeigt die Statistik eindeutig. Und wie gesagt, es ist nicht so, dass Frauen nie gewaltt√§tig sind, das stimmt nat√ľrlich nicht. Und vielleicht noch einmal an dieser Stelle: M√§nner sind auch sehr von Gewalt betroffen, aber viel h√§ufiger – anders als Frauen – im √∂ffentlichen Raum, auf der Stra√üe. M√§nner haben h√§ufig Berufe, die sehr gewaltaffin sind, Polizei, Bundeswehr, Rettungsdienst, Feuerwehr. M√§nner sind sehr von Gewalt betroffen, aber nicht so sehr in ihren Partnerschaften.
Ist häusliche Gewalt ein schleichender Prozess?
In sehr vielen F√§llen ist es ein schleichender Prozess. Beziehungen entstehen ja am Anfang durch Zuneigung, manchmal sogar durch Liebe. Hoffentlich h√§ufig durch Liebe. Das ist ja der eigentliche Grund, warum Beziehungen gef√ľhrt werden. Das ist nat√ľrlich schleichend. Wir machen auch Pr√§ventionsarbeit an Schulen, mit jungen Menschen, mit Heranwachsenden, mit M√§dchen und Jungen, weil es da schon anf√§ngt. Wie bekomme ich eigentlich √ľberhaupt ein Gesp√ľr daf√ľr, dass ich merke, hier ist etwas nicht in Ordnung? Ich will ein Beispiel sagen. Wenn ein Junge sagt, ich m√∂chte nicht, dass du dich mit anderen noch triffst, weil ich der Wichtigste f√ľr dich sein will. Ich will, dass wir beide ganz alleine sind gegen den Rest der Welt. Das kann Mann und Frau als besonderes Kompliment verstehen, als romantisch. Und zugleich liegt darin ein Warnsignal, wenn das nicht nur so eine Momentaufnahme ist, sondern sich l√§nger etabliert in einer Beziehung, Isolation hei√üt das dann. Ich bin getrennt von meinen Freundinnen und Freunden, ich soll vielleicht keinen Kontakt mehr zur Familie haben oder was auch immer. Dann ist das ein Warnsignal, wo es dysfunktional wird in einer Beziehung, wo jemand versucht, Kontrolle auszu√ľben. Es ist gar nicht so leicht, das herauszufinden. Und nat√ľrlich haben Sie Recht. H√§ufig entwickelt sich das, und sie haben gerade zurecht gesagt, er ist nicht immer so. Nat√ľrlich sind auch M√§nner, die in ihren Beziehungen misshandeln und dem√ľtigen, nicht nur schlechte Menschen. Au√üerdem sind diese Beziehungen auch emotional gebunden. Ich sag es mal so: es geht darum, die Beziehung nicht unbedingt zu beenden, sondern die Gewalt zu beenden. Das ist die Aussage. Manchmal muss man dazu den Weg gehen, die Beziehung zu beenden, aber wir hier in der Beratungsstelle beraten Frauen auch dazu, wie kann ich in der Beziehung bleiben und die Gewalt beenden.
Was raten Sie Frauen, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie Opfer häuslicher Gewalt werden?
Das ist eine gro√üe Frage. Das ist nat√ľrlich sehr unterschiedlich. Ich will zwei Pfade benennen. Das eine ist, wir setzen da an, dass wir von der Polizei benachrichtigt werden, wenn es zu einem Vorfall von h√§uslicher Gewalt mit Polizeieinsatz kommt. Also es kommt zu einem Polizeieinsatz. Irgend jemand ruft die Polizei, entweder das Opfer selbst oder die Kinder oder die Nachbarn. Dann kommt die Polizei und interveniert, das ist deren Aufgabe. Und sie k√∂nnen ja den T√§ter oder die T√§terin wegweisen f√ľr zehn Tage. Dann wird das Opfer gefragt, ob es damit einverstanden ist, dass die Daten an uns weitergeleitet werden. Dann nehmen wir mit dem Opfer proaktiv Kontakt auf und fragen nach, ob es Beratungsunterst√ľtzung braucht. An dieser Stelle sei gesagt, dass wir das auch f√ľr m√§nnliche Opfer tun. Wenn die Frau oder das Opfer Beratungsbedarf hat, informieren wir √ľber rechtliche Situationen. Wir informieren, was die Frau tun kann, dass sie sich medizinisch versorgen lassen kann und wie ihr weiterer Weg sein kann, sich zu sch√ľtzen. Dabei kommt es sehr darauf an, welches Gewaltwiderfahrnis gerade passiert ist. Ist es massive Gewalt? Muss sie vielleicht das Haus verlassen? M√∂chte sie sich trennen? Hat sie Kinder? Wie kann sie ihre Kinder sch√ľtzen? Ist der Weg ins Frauenhaus, der richtige? Sollte sie eine Wohnungszuweisung beantragen? Es gibt die M√∂glichkeit, dass Opfer von h√§uslicher Gewalt die Familienwohnung zugewiesen bekommen f√ľr ein halbes Jahr. Das bedeutet, dass der Misshandler raus muss und das Opfer die Wohnung alleine hat. Es gibt ganz unterschiedliche Antworten darauf. Und es kann sein, dass eine Frau sagt, dass es f√ľr sie jetzt ein Anlass gewesen ist, dass sie sich trennen m√∂chte. Dass sie zu uns sagt: ich wei√ü, das ist jetzt vielleicht das siebte Mal gewesen und ich m√∂chte gerne mit Ihrer Unterst√ľtzung den Weg gehen; ich will mich trennen und ich suche mir eine eigene Wohnung. Und ich gehe jetzt zum Beispiel zum Gericht und bitte das Gericht, einem Antrag stattzugeben, dass sich dieser Partner, der massiv gewaltt√§tig war, sich nicht mehr n√§hern darf. Also es gibt ganz unterschiedliche Antworten darauf.
Wie gehen Sie mit F√§llen um, bei denen Sie sehen, da ist Bedarf an Hilfe da, aber das Opfer l√§sst sich nicht auf die Hilfe ein? Ist es tats√§chlich so, dass Sie nur mit den Frauen arbeiten k√∂nnen, die auch bereit sind, diese Hilfe anzunehmen? Ansonsten ist es schwierig f√ľr Sie, oder?
Selbstverst√§ndlich ist es schwierig. Wir haben keinen Zwangsauftrag und das ist gut so. Wir sind ein Angebot und wir k√∂nnen eine Hand reichen. Wir k√∂nnen eine T√ľr aufmachen, wir k√∂nnen sagen uns gibt es. Wir k√∂nnen dar√ľber informieren, welche Wege es gibt. Wir k√∂nnen sehr individuell und passgenau mit den jeweiligen Frauen ihre Schritte √ľberlegen. Die Entscheidung √ľber Schritte entscheidet nat√ľrlich die Frau. Hilfe zur Selbsthilfe. Und das hatte ich Ihnen gerade schon vorher gesagt: beim Ph√§nomen und beim Thema h√§usliche Gewalt wird der Fokus sehr auf Frauen und auf die Opfer gelenkt. An der Stelle ist es noch einmal wichtig zu erw√§hnen, dass T√§ter, in dem Fall meistens M√§nner, auch mit in Verantwortung genommen werden k√∂nnen. Sie sollten also mit in Verantwortung genommen werden. Und es w√§re wichtig, darauf hinzuweisen, und das tun wir. Wir sind in der gl√ľcklichen Lage, hier auch ein Angebot zu haben f√ľr gewaltt√§tige Beziehungspartner, die von einer Kollegin von mir beraten werden k√∂nnen, die den Weg aus der Gewaltt√§tigkeit suchen. Entweder in einer Einzel- oder in einer Gruppensituation. Die k√∂nnen ja selber aktiv etwas tun. Also warum sollten nur Frauen etwas tun k√∂nnen, um sich zu sch√ľtzen? Meine Haltung ist, M√§nner k√∂nnen viel daf√ľr tun, um aus dieser Gewaltspirale auch selber hinaus zu wollen und bekommen darin Unterst√ľtzung, andere Verhaltensweisen zu erlernen.
Wie kann ich als Familienvater, Sohn, Onkel, Freund erkennen, dass eine Frau aus meiner Familie oder Freundeskreis Opfer von Gewalt ist? Und wenn ich es erkenne: wie kann ich helfen?
Eine spannende Frage. Nicht weggucken ist meine erste Antwort. Nicht weggucken, nicht ignorieren, sondern bei Unsicherheit, was ich tun soll, uns gerne anrufen. Wir sind nicht nur f√ľr Opfer von h√§uslicher Gewalt zust√§ndig, sondern wir unterst√ľtzen auch Unterst√ľtzer und Unterst√ľtzerinnen. Das Eigentliche ist tats√§chlich, den Betroffenen Hilfe anbieten. Was ich wichtig finde ist, NICHT gemeinsam dar√ľber reden! Also die klassische Situation ist: da ist ein Paar, die ich kenne. Und dann zu sagen, lass uns mal dr√ľber reden. Das ist gef√§hrdend f√ľr Opfer von h√§uslicher Gewalt. Das ist keine gute Idee, sondern besser eine ruhige Minute abwarten und Hilfe anbieten, aber gleichzeitig zu akzeptieren, wenn die Hilfe nicht sofort angenommen wird oder die Frau sich f√ľr andere Dinge entscheidet. Manchmal f√§llt einem das sehr schwer, man will etwas tun, und ich kann nur alle dazu einladen, sich bei uns dann Unterst√ľtzung zu holen. Wie kann man das gut aushalten, welche Ideen haben wir noch? Aber die eigentliche Aussage ist, bitte nicht wegschauen! Es ist in unser aller Interesse, es ist f√ľr uns alle gemeinsam wichtig, dem Thema Gewalt etwas entgegenzusetzen.
Zu Gewalt an Frauen gehören auch Vergewaltigungen. Ich habe gelesen, dass jede siebte Frau in Deutschland in ihrem Leben mindestens einmal Opfer einer Vergewaltigung wird. Hinzukommt, dass nur 5% der Sexualstraftaten angezeigt werden. Wie kann es sein, dass in Deutschland so viele Frauen vergewaltigt werden, aber nur so wenige Täter angezeigt oder gar verurteilt werden?
Es ist ein gro√ües Thema, was Sie angesprochen haben. Eine gro√üe Zahl von Frauen erlebt sexuelle √úbergriffe bis zur Vergewaltigung. Ein sehr geringer Prozentsatz der T√§ter wird √ľberhaupt nur angezeigt und von den angezeigten T√§tern wird nur ein winziger Prozentsatz √ľberhaupt verurteilt. Ein Grund, warum wenige angezeigt werden, ist, dass sexuelle √úbergriffe, und nicht nur Vergewaltigung, h√§ufig nicht als Straftat oder Gewalt erlebt werden, auch von den Opfern nicht. Ich wei√ü nicht, ob Sie wissen, dass erst 1997 in Deutschland Vergewaltigung in der Ehe verboten wurde. Es ist unfassbar. Diese Tradition, dass sozusagen sexueller Kontakt, sexueller Verkehr, letztendlich auch erzwungen m√∂glich ist in Partnerschaften, ist noch ein St√ľck in unserer Gesellschaft virulent. Das ist das Eine. Das andere, gerade in Beziehungen, sind Fragen wie: was ist die Grenze, auf was muss ich mich einlassen? Was ist, wenn mein Partner Sex haben m√∂chte, ich aber nicht? Wie gehe ich damit um? Also dieses Thema ist sehr schwierig in Beziehungen, es wird meistens nicht dar√ľber gesprochen. Auch f√ľr Frauen, die davon betroffen sind und das erlebt haben, ist es schwer zu erkennen, dass das, was sie erlebt haben, tats√§chlich ein √úbergriff oder eine Vergewaltigung gewesen ist. Es ist wesentlich einfacher, bei einen Fremdt√§ter eine solche Tat als Gewalt zu begreifen, als wenn es der eigene Partner ist. Je n√§her die Beziehung, desto schwieriger sind die Aktionen, die ich treffen muss. Ein anderes Thema ist: der Wunsch den T√§ter anzuzeigen kommt gerade bei Vergewaltigungen h√§ufig nicht, weil das Thema Scham und Schuld bei den Opfern sehr gro√ü ist. Was habe ich dazu beigetragen, ist dann h√§ufig die Frage. Wie konnte das passieren, war ich nicht deutlich genug in meinem Nein? Und gerade nach sexuellen √úbergriffen in dieser Form von Vergewaltigung ist der Wunsch von Frauen, sich unter die Dusche zu stellen, ganz, ganz gro√ü. Und eben nicht der Gang zur Polizei und eine Anzeige zu schalten. Es m√ľssen ja Spuren gesichert werden, es muss ja bewiesen werden. Da ist der Gang unter die Dusche genau das, was f√ľr eine Anzeige eigentlich nicht das Richtige ist. Das ist psychologisch absolut zu verstehen, das Abwaschen wollen. Die Frauen wollen den Schmutz abwaschen. Das ist f√ľr eine Anzeige aber nat√ľrlich genau das, was nicht gut ist. Darum haben wir hier im Ennepe-Ruhr-Kreis seit einigen Jahren das Thema vertrauliche Spurensicherung. Ich wei√ü nicht, ob Sie davon schon einmal etwas geh√∂rt haben. Ich habe ein Plakat mitgebracht. Da geht es darum, dass Frauen eine M√∂glichkeit haben, diese Spuren sichern zu lassen in den drei Krankenh√§usern hier im Ennepe-Ruhr-Kreis, die eine gyn√§kologische Ambulanz haben,. Also hier in Schwelm, in Witten und in Herdecke. Und dass diese Spuren vertraulich behandelt werden, dass sie in der Rechtsmedizin gelagert werden, und Frauen sich zehn Jahre lang √ľberlegen k√∂nnen, ob sie, wenn sie sich von dem Schock erholt haben, wenn sie vielleicht Beratung bekommen haben, wenn sie das Geschehene besser verarbeitet haben, sich dann noch einmal in Ruhe √ľberlegen k√∂nnen, vielleicht nach zwei Jahren, und vielleicht auch nach einer Beratung, den Weg √ľber eine Anzeige zu gehen. Und dann bekommt man eine Nummer, das ist codiert, und dann kann man sagen so, diese Spuren sind damals gesichert worden, und die nehm ich jetzt, und diese Anzeige ist dann noch m√∂glich.
Angenommen eine Frau wurde vergewaltigt, ist sich aber noch nicht sicher, ob sie den T√§ter nennen oder anzeigen m√∂chte. Muss sie bef√ľrchten, dass sie von der Polizei, der Frauen-Beratungsstelle oder einem Arzt gedr√§ngt wird, Angaben zum T√§ter zu machen?
Manche Frauen wissen ja nicht von wem, nat√ľrlich gibt es das. Wenn ich von einem Fremdt√§ter vergewaltigt werde, kann ich ja den Namen nicht sagen, ich kann ihn nur beschreiben. Wenn eine Frau zur Polizei geht, muss die Polizei ermitteln, was passiert ist, denn die Polizei hat einen Ermittlungsauftrag,. Es ist ein Straftatbestand. Und bei einem Straftatbestand muss die Polizei, das ist ja auch richtig so, herausfinden, wie war es. Und dann sollte es zu einer Anklage kommen. Wenn eine Frau sagt, dass sie vergewaltigt wurde, kommt es automatisch zu einer Anzeige. Da f√ľhrt auch kein Weg daran vorbei. Ob die Frau den Namen des T√§ters nennt, wenn sie ihn kennt, das ist ihre Entscheidung. Und wenn sie sagt, das ist mein Beziehungspartner, wei√ü ja die Polizei, wer es getan hat. Beim dem Thema Anzeige und Vergewaltigung gibt es zwei verschiedene G√ľter. Das eine ist: Vergewaltigung ist eine extreme Straftat. Ich finde, es ist wichtig, dass die Straft√§ter bestraft werden, dass es zu einer Anzeige kommt, dass es zu einem guten Gerichtsverfahren kommt, bei dem die Opfer auch gesch√ľtzt sind, bei dem den Opfern nicht zu viel zugemutet wird. Das ist etwas ganz Wichtiges. Und bei dem es eine harte Strafe gegen Vergewaltiger gibt, das finde ich muss in unser aller Interesse sein! Das ist das eine Gut. Und das andere Gut ist, ich wei√ü als Beraterin, als Leiterin der Frauen-Beratungsstelle, wie schwer es Frauen f√§llt, diesen Weg √ľber die Polizei und Anzeige zu gehen, weil das eine immense Belastung ist. Und nat√ľrlich, man muss sich noch einmal ganz klar machen, wenn die Vergewaltigung in der Ehe oder durch einen Beziehungspartner geschehen ist, dann hei√üt das ja auch, ich zeige meinen Beziehungspartner an. Das ist ja auch eine heftige und eine sehr weitreichende Entscheidung. Das hat sehr krasse Folgen. Darum sage ich, es gibt zwei G√ľter, die gegeneinander gehen. Wir als Gesellschaft, finde ich, haben absolut die Aufgabe, daf√ľr zu sorgen, dass Vergewaltigung hart und sehr deutlich bestraft wird. Gleichzeitig kann ich als Beraterin sagen, es gibt f√ľr Frauen gute Gr√ľnde, diesen Weg nicht zu gehen. Das sind zwei verschiedene Themen, die gleich wirken.
Als Vater einer Tochter und eines Sohnes dr√§ngt sich mir auch die Frage auf: wie kann ich meine Kinder sch√ľtzen, damit sie m√∂glichst niemals eine solch schlimme Erfahrung machen m√ľssen?
Auch das ist eine gro√üe Frage. Ich glaube, so eine ganz allgemeine Antwort ist erst einmal, aufmerksam sein. Aufmerksam sein auf Ver√§nderungen, auf Hinweise, die mein Kind mir gibt. Das gilt nicht nur f√ľr Eltern, das gilt auch f√ľr P√§dagogen, Erzieher, Erzieherinnen, Lehrer, Lehrerinnen, also alle, die mit M√§dchen und Jungen arbeiten. Kinder erz√§hlen ja auch Geschichten. Nat√ľrlich tun sie das, das muss nicht immer wahr sein. Und zugleich ist es wichtig, genau hinzuh√∂ren und zu √ľberpr√ľfen, ob da etwas dran sein kann. Das ist das Eine. Das Andere ist, ich finde, dass Eltern sehr aktiv fordern k√∂nnen, dass in Sportvereinen, in Kindertagesst√§tten, in Kinderg√§rten, in Schulen das Thema Gewaltpr√§vention thematisiert wird. Also, dass Kinder gest√§rkt werden und dass das Lehrpersonal sensibilisiert wird, dass Trainer in einem Sportverein sozusagen ein F√ľhrungszeugnis vorlegen m√ľssen, ob sie nicht vorbestraft sind, und dass sich ein Verein, der Sport f√ľr Kinder anbietet, mit dem Thema, wie gehe ich mit Kindern um, wie l√§uft das mit Gewaltpr√§vention, wie sch√ľtze ich Kinder vor sexuellen √úbergriffen, auseinandersetzt. Und auch im Kollegium, dass sozusagen das Kollegium gegenseitig aufeinander achtet. Als Eltern k√∂nnen sie das ja sozusagen einbringen in die Institution, um die es geht. Und das Andere ist tats√§chlich, ich bin sehr daf√ľr, dass Kinder gest√§rkt werden in diesem Nein-Sagen. Ich finde aber, dass es die Aufgabe von uns Erwachsenen ist, daf√ľr zu sorgen, dass Kinder sicher und gesch√ľtzt aufwachsen k√∂nnen. Ich w√ľrde die Verantwortung nicht an das Nein-Sagen k√∂nnen von Kindern abgeben.
Was hat es mit der Frage „Ist Luisa hier?‚Äú auf sich?
Die Frage ‚ÄěIst Luisa hier‚Äú haben wir nicht entwickelt, sondern das ist ein Projekt, das eigentlich aus England gekommen ist und das die Frauen-Beratungsstelle in M√ľnster √ľbernommen hat und verdeutscht hat mit Luisa. Dahinter verbirgt sich im Grunde eine Kampagne, die inzwischen auch in unterschiedlichen St√§dten angekommen ist, auch hier im Ennepe-Ruhr-Kreis. Und zwar soll es ein bisschen darum gehen, in Kneipen und in Clubs sicher feiern zu k√∂nnen. Ich wei√ü nicht, ob Sie sich das vorstellen k√∂nnen. Also es gibt einen Club, eine gro√üe Kneipe, wo viele hingehen, und gerade in diesem Freizeitbereich gibt es viele √úbergriffe, wenn alle etwas enthemmt sind mit Alkohol. Frauen wollen dann nicht eine ganz gro√üe Geschichte erz√§hlen, wenn sie von jemanden angetatscht worden sind, sondern es gibt ein Codewort. Das ist die Frage ‚ÄěIst Luisa hier?‚Äú. Mit diesem Codewort geht die Frau an die Theke und das Personal, wenn die mitmachen, ist geschult. Und wenn die Frau dieses Codewort sagt, sorgt die Serviceangestellte oder der Besitzer oder wer auch immer daf√ľr, dass die Frau gut raus kommt. Dann wird sie gefragt, was sie braucht, ob sie nach Hause muss, ob sie den Raum verlassen m√∂chte, ob sie eine Tasche dabei hat, ob ein Taxi gerufen werden soll, ob einer Freundin Bescheid gegeben soll. Es geht sozusagen darum, ein Auge auf sie zu werfen und sie nicht allein zu lassen. Im Grunde ist das ja eine Form von √Ėffentlichkeitsarbeit, von Sensibilisierung, das ist der Hintergrund. Gerade auch im Freizeitbereich, in dem ganz viel so chillig miteinander gemacht wird, dass da das Thema √úbergriffe auch eine Rolle spielt, und wir sozusagen sensibel sein wollen alle miteinander, dass diese M√∂glichkeit der √úbergriffe eingeschr√§nkt wird. Wir haben zum Beispiel Bierdeckel produziert, da steht Luisa drauf, es steht am Eingang der jeweiligen Kneipe oder des Clubs, wir sind dabei. Und es gibt eine Webseite: Luisa-ist-hier.de.
Das erinnert mich an die Aktion Notrufinsel, wo Sch√ľler dann als Zuflucht diese √Ėrtlichkeiten nutzen k√∂nnen.
Genau. Ich finde es nett, dass Sie das gerade gesagt haben mit der Insel. Wir hatten hier, ich glaube vor zwei Jahren, beim Schwelmer Heimatfest, das ist ja auch ein Ort, wo durchaus √úbergriffe passieren k√∂nnen, die beteiligten Institutionen, die hier in Schwelm bei Luisa mitmachen, als Insel angeboten. Die waren also schon sensibilisiert f√ľr das Thema und wir hatten an alle Schausteller, die beim Schwelmer Heimatfest mitmachen, Informationen ausgegeben. Und wenn denen was auffiel, konnten sie es weitergeben. Die hatten auch eine Schulung, da konnten sie sagen, wenn es hier zu hei√ü wird und zu eng, dann k√∂nnen sie sich dahin zur√ľckziehen.
Lassen Sie uns auch √ľber das Gesine Netzwerk sprechen. Wof√ľr steht der Name Gesine und worum genau handelt es sich?
Wir sind eigentlich ‚ÄěFrauen helfen Frauen‚Äú, das ist ein Verein. Wir haben das Frauenhaus, die Beratungsstelle und wir haben im Jahr 2004 Gesine gegr√ľndet. Nicht ich, sondern meine Kollegin Frau Steffens. Und zwar ging es darum, dass das Thema Gewalt im Gesundheitsbereich bisher nicht deutlich und nicht ausreichend genug angekommen war. Ich wei√ü noch genau, 2004 ist ja nun auch schon l√§nger her, dass √Ąrzte und √Ąrztinnen, wenn sie die Dokumentationen machen mussten, also wenn sie die Verletzungsfolgen von h√§uslicher Gewalt dokumentiert haben, ihren privaten Block genommen haben, auf dem sie Privatrezepte schreiben, und darauf handschriftlich notiert haben, was sie sehen. Zum Beispiel blauer Fleck am rechten Oberk√∂rper. Das war dann das Gutachten, das die Frau hatte. Und wenn sie dann tats√§chlich angezeigt hat, wurde das vom gegnerischen Anwalt nat√ľrlich auseinander genommen. Wir haben damals, insbesondere Frau Steffens und auch ich, dann gemeinsam √ľberlegt, dass wir den Gesundheitsbereich mehr einbeziehen m√ľssen in unsere Bem√ľhungen, etwas gegen Gewalt gegen Frauen zu tun. Und dann sind wir auf die Idee gekommen und haben gesagt, der Gesundheitsbereich ist ein sehr spezieller Bereich, der braucht ein eigenes Netzwerk. Und so entstand die Grundidee zu Gesine. Gesine hei√üt ‚ÄěGewaltintervention im Netzwerk‚Äú. Wir haben √ľberlegt, wir wollten ein positiv besetztes Wort nehmen, einen Frauennamen. Und Gewaltintervention im Netzwerk verbirgt sich hinter Gesine. Mir ist das aber nochmal wirklich wichtig zu erw√§hnen, dass Vernetzung und Kooperation eines der ganz zentralen Themen in unserer Einrichtung und in unseren Projekten ist. Wir sind die Fachfrauen f√ľr das Thema Gewalt im Geschlechterverh√§ltnis hier im Ennepe-Ruhr-Kreis, aber wir stemmen das Thema nicht alleine. Wir sind darauf angewiesen, dass wir uns mit anderen Einrichtungen, im Grunde mit der Zivilgesellschaft, vernetzen.
Dann gibt es ja noch den runden Tisch EN gegen häusliche Gewalt, der auch schon 20 Jahre alt ist. Wer setzt sich da gemeinsam an einen Tisch und was wird dann besprochen und geplant?
Das ist sozusagen der √úbergang zu einem anderen Netzwerk, der runde Tisch. Wir hatten ja im letzten Dezember das Jubil√§um 20 Jahre runder Tisch Arbeit im Ennepe-Ruhr-Kreis zum Thema Gewalt gegen Frauen. Ich sage einmal so, da ist der Gesundheitsbereich eben kaum mit vertreten. Darum haben wir gesagt, wir brauchen ein eigenes Vernetzungsorgan f√ľr den Gesundheitsbereich. Im runden Tisch sind unterschiedliche Beratungsstellen vertreten, da ist das Frauenhaus, da ist die Polizei, da sind die Gleichstellungsbeauftragten der unterschiedlichen Kommunen, da ist die Ausl√§nderbeh√∂rde, die Jugend√§mter, also ein sehr breit aufgestelltes Netzwerk, das im Grunde alle Lebensbereiche von Menschen, die mit Institutionen etwas zu tun haben, abdeckt. Ein sehr breites B√ľndnis.
Frauenberatung, Frauenhaus, Gewaltprävention Рdas alles kostet ja nicht nur Zeit und Engagement, sondern auch Geld. Wie finanziert sich das alles?
Die Frauenberatung, das Frauenhaus bekommt √∂ffentliche Mittel, einmal vom Land und einmal vom Kreis. Das Gesine Netzwerk bekommt keine √∂ffentliche F√∂rderung. Wir haben immer unterschiedliche Projekte und sind im Moment noch mit einem Teil Kompetenzzentrum Frauen und Gesundheit im Land Nordrhein-Westfalen, wir haben EU-Mittel beantragt f√ľr spezielle Projekte, wir haben mit Krankenh√§usern etwas zusammen gemacht, da haben wir EU-Mittel bekommen, aber wir haben keine institutionelle F√∂rderung.
Das hei√üt, Sie schauen mit einem Auge auch gleich immer auf die F√∂rderprogramme, zwangsl√§ufig aufgrund der Wirtschaftlichkeit, so dass Sie auch gezwungen sind, √ľber die Jahre jetzt auch verschiedene Schwerpunkte zu bilden.
Genau, und das, was Sie jetzt gerade sehr auf den Punkt ausgedr√ľckt haben, gilt allerdings auch f√ľr die Frauenberatung, weil f√ľr die Frauenberatung ist die Finanzierung, die wir haben, nicht ausreichend. Wir bekommen einen Festbetrag vom Land, wir bekommen einen Festbetrag vom Kreis und es bleiben aber noch ziemlich viele Eigenmittel zu erwirtschaften. Von daher geht auch ein Auge immer dahin, wie Sie es ausgedr√ľckt haben, woher bekommen wir weitere Mittel? Das hei√üt es geht um Spendenakquise, es geht darum, unsere Arbeit anzubieten, wo wir Geld hereinbekommen.
Gibt es eine M√∂glichkeit f√ľr unsere Leserinnen und Leser das Gesine Netzwerk zu unterst√ľtzen?
Es gibt mindestens zwei oder drei unterschiedliche Dinge. Das Eine ist, ich habe vorhin von der Zivilgesellschaft gesprochen. Ich glaube, das Allerwichtigste ist, das Thema Gewalt gegen Frauen und Kinder in dem Zusammenhang nicht zu ignorieren. Ich glaube, das ist das Allerwichtigste. Sich zust√§ndig mit f√ľhlen, sich angesprochen f√ľhlen, nicht wegzuschauen, zu sagen, das ist ein Unrecht und sich sozusagen zu positionieren, dass Gewalt gegen Frauen nicht in Ordnung ist. Das w√§re, finde ich, die gr√∂√üte Unterst√ľtzung. Ich finde tats√§chlich das ist eine Aufgabe. Wir sind eine Fachberatungsstelle, nat√ľrlich, aber das ist eine Aufgabe der Gesellschaft und jedes einzelnen. Wer ist die Gesellschaft? Das sind wir, das sind eben auch die Leser und Leserinnen der EN Aktuell. Das ist, glaube ich, mein Hauptthema. Ich freue mich √ľber Spenden, nat√ľrlich, das ist ganz klar, das ist das Eine, aber das Andere ist ein inhaltliches Thema.
Was hat denn der Job mit Ihnen gemacht? Wie lange sind Sie jetzt im Gesine Netzwerk dabei?
Ich bin seit knapp 30 Jahren in dem Bereich tätig.
Sie haben wahrscheinlich viel gesehen, viel erlebt und viel gehört, macht es Ihnen immer noch Spaß, jeden Morgen hierhin zu kommen?
Absolut. Ich w√ľrde die Arbeit nicht tun, wenn ich von der Arbeit nicht √ľberzeugt w√§re. Ich bin √ľberhaupt keine, die Dinge ungern tut und dann dabei bleibt. Ich finde, es ist eine sehr wichtige Aufgabe. Wir entwickeln uns ja auch weiter, also gerade Gesine Intervention. Ich sage es noch einmal: wir haben mit einem Frauenhaus angefangen, das Frauenhaus wurde 1992 gegr√ľndet, wir haben ein paar Jahre sp√§ter die Beratungsstelle gegr√ľndet, wir haben ein paar Jahre sp√§ter Gesine gegr√ľndet. Wir haben ein paar Jahre sp√§ter das Programm Toni f√ľr M√§nner (tatorientierte nachhaltige Intervention) gegr√ľndet. Was mir am meisten Freude bereitet sind die unterschiedlichen M√∂glichkeiten, etwas zu bewirken und Gesellschaft zu gestalten.
Zuletzt möchten wir Ihnen eine Frage stellen, die wir allen unseren Interviewgästen stellen: Gibt es einen Ort, einen bestimmte Platz im EN-Kreis, den Sie besonders gerne aufsuchen und an dem Sie Kraft schöpfen und gerne verweilen?
Da ich sehr gerne in der Natur bin, ich wohne selber in Ha√ülinghausen, liebe ich alles, das gr√ľn ist im Ennepe-Ruhr-Kreis. So kann ich das nur sagen. Und ich finde den Ennepe-Ruhr-Kreis sehr gr√ľn. Ich freue mich sehr, im Ennepe-Ruhr-Kreis zu wohnen. Ich finde gro√üartig, dass wir so gr√ľn und trotzdem Rand Ruhrgebiet sind. Das finde ich eine gute Kombination.

Informationen zum Gesine-Netzwerk finden Sie hier:

Frauen helfen Frauen EN e.V.
Markgrafenstr. 6
58332 Schwelm
Tel 02336 475 9152

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