Interview mit Silvio Buchholz

Interview mit Silvio Buchholz

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Der Artikel „INTERVIEW MIT Silvio Buchholz – Was tausende Kilometer entfernt passiert, hat auch Auswirkungen auf uns hier“ erschien in der EN-Aktuell 02/21. In der Zeitschrift ist nur ein gekürzter Teil des Interviews zu lesen. Das komplette, ungekürzte Interview finden Sie hier – zum Anschauen, Anhören oder Lesen.

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Hallo Silvio! Hier im EN-Kreis bist du ja vor allem als lokaler Fußballer bekannt. Aber heute wollen wir nicht über das Kicken, den FSV Gevelsberg oder den TuS Ennepetal sprechen, sondern über eine andere Leidenschaft von dir reden: Tiwi Ndogo. Was bedeuten diese beiden Wörter?

„Tiwi Ndogo“ bedeutet „kleines Tiwi“, es ist Swahili. Tiwi ist der Bereich in Kenia zwischen Mombasa und der Grenze von Tansania.Er ist etwa 15 Quadratkilometer groß und für ihn gibt es keine Ortsbezeichnung wie hier: EN-Kreis, dann Ennepetal, Schwelm und dann noch bis ins Kleinste, bis zum Straßennamen. Und so haben wir uns dann mit den Bewohnern dort unten überlegt, wie nennen wir unsere Basis. Dann haben wir zusammen mit den Bewohnern entschieden, dass es Tiwi Ndogo, das kleine Tiwi, heißen soll. Seit Ende 2014 machen wir humanitäre, soziale Projekte. Das geht über Vermittlung von Schulpatenschaften, wir vermitteln dann sozusagen Kinder auf Privatschulen, Bau von frei zugänglichen Trinkwasserbrunnen, dann haben wir noch eine humanitäre Soforthilfe namens „Pflaster drauf“. Dort haben wir eine Anlaufstelle im Dorf eingerichtet, wo sozusagen tatsächlich die Ärmsten der Armen hingehen können und beispielsweise Kosten für erforderliche Arztbesuche bekommen, oder Lebensmittel und Jobs. Eigentlich bunt gemischt. Dann haben wir noch den Tiwi Ndogo Cup, eines der größten Amateurfußball-Turniere in Kenia mittlerweile. Und jetzt haben wir auch noch ein neues Projekt gestartet, „Tiwi Green“, ein Community-Projekt. Es wächst.

Diese Frage wurde bestimmt oft gestellt, aber warum gerade Kenia? Wie bist du denn nach Kenia gekommen?

Nach Kenia bin ich über meinen Arbeitskollegen Michael Maurer gekommen. Dieser hat mit seiner Familie 2009 im Kenia-Urlaub im Hotel einen Gärtner kennengelernt. Die Familie Maurer ist von Jahr zu Jahr dorthin geflogen, hat da Urlaub gemacht und sich dann mit dem Gärtner angefreundet und seiner Familie. Sie wurden dann ins Dorf eingeladen, eben nach Tiwi Ndogo. Das hat ihnen so gut gefallen, dass sie in dem Dorf selbst ein Haus errichtet haben und in Eigenregie hat die Familie Maurer dann schon Schulpatenschaften vermittelt, beziehungsweise eine Schul-Patenschaft übernommen. Ich saß mit Michael mehrere Schichten im Streifenwagen und er hat so begeistert davon erzählt und mich hat es sofort gepackt. Ich weiß nicht genau, woran es lag,! Ob es an Afrika lag, da hatte ich vorher nie so richtig Bezug zu, aber es hat mich sehr angesprochen. Erst mal Afrika an sich und das, was er da macht, dass er den Menschen einfach etwas gibt, ohne etwas in Return sozusagen zu erwarten, das hat mich auch sehr angesprochen.

Wann bist du das erste Mal nach Afrika gereist, nach Tiwi?

Ich war das erste Mal 2014 dort. Da sind wir dann mit einer kleinen Crew, darunter einige Vereinsmitglieder, die jetzt auch aktuell noch dabei sind, das erste Mal runter. Wir haben uns das Ganze mal angeschaut, wobei wir schon vorher anfingen, schon Patenschaften zu übernehmen. Also der engere Freundeskreis von mir, auch meine Familie unterstützt uns. Bevor man nicht da gewesen ist, kann man sich das eigentlich gar nicht so bildlich vorstellen, wie die Umstände dort unten sind, was da für Voraussetzungen überhaupt herrschen.

Das wäre jetzt meine nächste Frage gewesen. Was geht einem, ich sage mal als deutscher, weißer, privilegierter Mensch durch den Kopf, wenn man tatsächlich dann durch Tiwi läuft? Wie kann man sich das oder wie muss man sich das vorstellen? Erzähl uns bitte etwas über die Verhältnisse dort.

Also als Allererstes fällt man sofort auf wie ein bunter Hund! Das ist schon relativ abgelegen, sehr ländlich und erstmal ist man dann auch erschüttert. Ich meine, hier leben wir in schönen Behausungen. Der Kühlschrank ist in der Regel gefüllt, die Grundbedürfnisse, da hapert es ja hier nicht dran! Das sind ja andere Sachen, worüber wir uns Gedanken machen. Aber dort machen die Menschen sich Gedanken, ab Mai beginnt die Regenzeit wieder, unser Dach ist total undicht und ich habe drei Kinder und darüber hinaus fehlen für das eine Kind Gelder für die Schul-Patenschaft beispielsweise. Oder ich weiß überhaupt nicht, was ich meinem Kind morgen früh zu essen machen kann und darüber hinaus habe ich keinen Job. Das sind schon echt Ereignisse oder Erfahrungen, die man dann macht, die einen erstmal sehr auf den Boden zurückholen.

Du hattest eingangs auch erwähnt, dass ihr unter anderem auch den Bau von Brunnen vorantreibt. Also schließe ich daraus, dass tatsächlich noch nicht einmal die Versorgung mit Wasser, eigentlich ein Grundnahrungsmittel, gesichert ist dort vor Ort.

Absolut nicht, nein. Also hier kommt das Wasser aus dem Wasserhahn. Dort ist es bis vor ein paar Jahren mit Sicherheit noch so gewesen, dass die Menschen mehrere hundert Meter bzw. teilweise ein paar Kilometer zu den staatlichen Brunnen laufen mussten, wo sie dann tatsächlich auch noch Geld bezahlen mussten, damit sie überhaupt Wasser bekommen. Vorausgesetzt, der Brunnen ist überhaupt offen. Der ist nicht ganzjährig geöffnet. So haben wir uns dann in Zusammenarbeit oder in vielen Dialogen mit den Dorfbewohnern überlegt, wie, wo setzen wir am besten an, was ist das größte Problem. Und da kam uns sofort das Trinkwasser, an dem ja auch Hygiene mit einhergeht und so weiter.

Das fällt uns etwas schwer zu glauben. Du hast Durst, du hast Kinder und du benötigst Wasser und es wird einem gesagt, das ist momentan nicht drin, komm nächste Woche noch mal wieder. Das ist ja schier unglaublich eigentlich für uns!

Ja, und dann muss man sich über Tagelöhner-Jobs ein paar Schilling verdienen und dann möglicherweise das gute Wasser im Supermarkt kaufen, wenn der Brunnen trocken ist. Ich weiß nicht wie, sie sind tatsächlich Weltmeister im Überleben,

Erzähl uns mehr über die Menschen in Tiwi. Gibt es zwei oder drei Personen, die es dir besonders angetan haben, von denen du beeindruckt bist?

Also besonders beeindruckt bin ich von unserem Botschafter Juma. Das ist der vorhin angesprochene Gärtner, den die Familie Maurer kennengelernt hat. Er ist im Dorf aufgewachsen in absolut einfachen Verhältnissen als Teil einer Großfamilie. Mich beeindruckt, wie er mit der Zeit mit seinen Aufgaben gewachsen ist, wie er sich entwickelt hat. Ganz am Anfang, weiß ich noch, auf dem ersten Fußballturnier, hat er dann das Mikrofon bekommen von dem Politiker, der da eine Rede geschwungen hat. Er war total schüchtern und hat fast kein Wort rausgekriegt. Und mittlerweile ist das für ihn überhaupt kein Problem mehr vor der Audienz aufzutreten, überzeugend und auch echt gefestigt und total überzeugt von dem, was er macht. Und er geht total in der Aufgabe auf.

Von 2014 bis jetzt, inwiefern haben denn die Spenden die Situation für die Menschen vor Ort verbessern können? Auf Eurer Homepage habe ich gelesen, dass Ihr schon 52 Brunnen habt bauen können.

Seitdem ist viel passiert, das sind jetzt schon fast 70 Brunnen. Beim Projekt „Pflaster drauf“, bei der humanitären Soforthilfe, ist es immer relativ schwierig zu bemessen. Wir haben da einen Sockelbetrag gehabt, vor Corona waren es noch 200 Euro monatlich und aufgrund von Corona haben wir es aufgestockt. Für erforderliche Arztbesuche. Ohne Geld in einer Pandemie wird man nicht behandelt. Da ist niemand krankenversichert. Die Soforthilfe ist so vielschichtig. Von diesen Geldern reparieren wir dann auch Dächer, also es ist wirklich für Härtefälle gedacht, ob es jetzt Arztkosten sind, Lebensmittel oder ein kaputtes Dach.

Ihr gebt an, dass ihr jede Spende eins zu eins weitergebt. Wenn man bedenkt, wie in jeder Organisation, allein der Verwaltungsaufwand, das kostet ja in der Regel ja auch Geld. Wie schafft ihr es dann, eins zu eins dann die Spenden weiterzugeben? Kosten entstehen, wer trägt die Kosten, die dabei entstehen?

Die Kosten, die tragen wir Mitglieder selber. Wir sind ein sehr kleiner Verein, wir sind nur neun Mitglieder. Wir bezahlen einen entsprechenden Mitgliedsbeitrag, wovon wir dann die Verwaltungsgebühren, Überweisungsgebühren, natürlich einen Steuerberater und so weiter bezahlen. In den letzten Jahren hatten wir oftmals die Möglichkeit durch Veranstaltungen, wie im Gevelsberger Boulevard beispielsweise oder beim AVU Kinderfest, präsent zu sein. Und dort Würstchen und Getränke zu verkaufen. Oder vorletztes Jahr, da hatten wir das erste Mal die Tiwi Beach Party. Wir haben eine eigene Party organisiert mit mehreren hundert Leuten und DJ Kadelka. Das war eine super Party! Sie war ausverkauft und da kamen ein paar tausend Euro zusammen.
Und so können wir dann dem Spender oder dem Sponsor garantieren, dass, wenn du 100 Euro spendest, die hundert Euro ohne Abzüge ankommen.

Du hast vorhin über den Tiwi Cup gesprochen, da hast du quasi beide Leidenschaften zusammengeführt. Was war denn der Startschuss dafür, oder wie ist diese Idee gereift?

Das ist tatsächlich, da kann ich mich noch erinnern, auch im Streifenwagen entstanden. Wieder mit Michael. Im Nachtdienst haben wir das Ennepetaler Bremenstadion bestreift und für Sicherheit gesorgt. Und dort haben wir dann wieder über unser Projekt geredet und da kam mir die Idee, die Kenianer, die sind ja total fußballverrückt, aber vernünftige Amateurstrukturen, Amateurfußball-Strukturen existieren da nicht. Und wie wäre es denn, wenn wir das verbinden und als Anlass nehmen, ein Turnier da zu organisieren, mit Kommentator und allem. Das Turnier würde über das Wochenende gehen. Am Abend des ersten Tages kommt dann eine kenianische Liveband und dann wird auch noch gefeiert. Also alle, die jetzt nicht unbedingt am Fußball interessiert sind, kommen, alle Dorfbewohner aus den umliegenden Dörfern.

Ihr habt auch viele Schirmherrn für diesen Cup, ich will die Namen ablesen, damit ich keinen vergesse, Gonzalo Castro, Leon Goretzka, Aziz Bouhaddouz, Lukas Klostermann, für jeden Gevelsberger ein Begriff, Manuel Akanji. Wie hast du es geschafft, die alle für dieses Projekt gewinnen zu können?

Entweder kennt man einen durch Zufall persönlich. Oder über Dritte, die unseren Verein gut kennen. Die sagen: „Hör mal zu, ich habe da jemanden, dem vertraue ich zu hundert Prozent und die suchen jemanden für eine gute Sache, für ein Fußballturnier.“. Die gehen dann auf die Spieler zu und die stellen dann ihre Trikots für den guten Zweck zur Verfügung, für Versteigerungen beispielsweise.

Gerade das Thema Kriminalität begleitet dich in deinem Job jeden Tag. Wie schaut denn tatsächlich das Leben im Tiwi aus? Wie oft im Jahr fliegst Du oder jemand aus Eurem Team runter und ist euer Engagement tatsächlich dann auch gefährlich? Ich denke mal, gerade als großer weißer Mann, das weckt ja schon Begehrlichkeiten oder könnte Begehrlichkeiten wecken.

Also bis letztes Jahr war ich persönlich jedes Jahr seit 2014 im Januar dort. Das ist so die Zeit, wo wir als Verein sagen, da können die allermeisten und dann fliegen wir gemeinsam dort runter. Und dieses Jahr war ich jetzt zusätzlich noch mal im Mai da, einfach aus dem Grund, weil ich da nicht nur in meiner Aufgabe als Vereinsmitglied aufgehe, sondern weil ich mich da mittlerweile auch sehr heimisch fühle und mich auch sehr erholen kann. Kriminalität hattest du angesprochen. Ich kann mich nicht besinnen, dass irgendeinem von uns, als wir da waren, irgendetwas passiert ist. Wir wurden weder beklaut noch irgendwie anderweitig angegangen. Ganz im Gegenteil! Ich habe da eher das Gefühl, dass die ganze Community, das sind ja mehrere tausend Menschen, auf uns aufpasst. Klar, ganz am Anfang fühlt man sich etwas unsicherer, wenn man dann auch mal durch die Nachbarorte fährt, wenn dich nicht wirklich jeder kennt. Und wenn einem die Gegebenheiten vor Ort auch noch nicht so richtig vertraut sind, dann ist man plötzlich in einer anderen Welt, aber das ist mittlerweile gar kein Problem mehr und ich habe da auch keine Angst.

Für wie wichtig erachtet du es, dass man über den Tellerrand hinaus schaut? Was interessiert mich Afrika? Wir haben hier genug Leid. Inwiefern oder warum sollte es wichtig sein, tatsächlich die Scheuklappen ein bisschen abzusetzen und nicht nur an sich, sondern auch beispielsweise an die Menschen in Afrika zu denken?

Schöne Frage. Also ich denke mal, es ist ja genauso wie beispielsweise Klimaschutz. Was geht mich der Klimaschutz in dem anderen Land an? Das Problem ist einfach, dass wir alle auf einem Planeten leben und dass die Welt mittlerweile auch so globalisiert und vernetzt ist,. Das hat man gesehen, ich glaube in 2015 war das, wie die Flüchtlingszahlen hier gestiegen sind. Was tausende Kilometer weiter entfernt passiert, hat auch Auswirkungen auf uns hier. Klar, wird jetzt immer viel über Corona gesprochen und so weiter, aber meines Erachtens ist das größte Virus, so nenne ich das jetzt einfach mal, was auf der Welt schon viel zu lange existiert, die Armut! Und da wird meines Erachtens insgesamt international zu wenig getan. Deshalb finde ich schon, dass man den Menschen vor Ort überhaupt gar keinen Grund geben sollte, ihr Land zu verlassen. Ich kann jetzt nur von den Kenianern sprechen, die lieben ihr Land. Ich denke mal, der Gedanke würde gar nicht kommen, ich möchte jetzt nach Europa, wenn es bei den notdürftigsten Sachen, was ich gerade gesagt habe, Ernährung, generell die Versorgung, nicht hapern würde. Dann würden sich die Menschen darüber gar keine Gedanken machen. Und von daher würde ich sagen, es geht uns schon alle etwas an, wie es den Menschen auf der Welt geht.

Was hast du persönlich, abgesehen davon, vielleicht noch von den Menschen aus Tiwi gelernt, was hat dich persönlich beeindruckt?

Ich habe da insbesondere mitgenommen, dass weniger mehr ist, und dass es gar nicht unbedingt produktiv ist für die eigene Entwicklung mehr zu haben. Wenn man sich auch mal ganz ehrlich hinterfragt. „Brauche ich diese ganzen materiellen Dinge überhaupt?“. Sachen, die ich mir oft nur zum Vergnügen kaufe. Teilweise habe ich festgestellt, wenn man jetzt nicht das neueste Handy hat, beispielsweise nicht die neueste Playstation oder nicht das neueste Auto, dann hat man möglicherweise auch ein paar Probleme weniger, die wir uns vorher erschaffen. Von daher: ja, das habe ich gesehen und erfahren: Okay, man kann auch mit weniger materiellen Sachen glücklicher sein, tatsächlich.

Die vorletzte Frage. Was ich toll finde ist, dass Ihr im Social Media Bereich vertreten seid. Ihr habt ein Instagram-Profil, Ihr seid auf Facebook vertreten, das weckt für mich persönlich erst recht die Bereitschaft, helfen zu wollen, weil ich da mit eigenen Augen sehen kann, wo das Geld ankommt. Und das macht ihr ziemlich transparent. War das auch ein Schwerpunkt oder eine Absicht von euch in eurer Vereinstätigkeit?

Absolut ja, Transparenz. Wir verstehen uns auch eher tatsächlich als Vermittler zwischen den Spendern hier in Deutschland und dem Menschen, der dann tatsächlich von der Spende partizipiert. Wir stellen uns nie davor und sagen nein, wir zeigen nur Tiwi Ndogo. Wir würden überhaupt gar nicht so erfolgreich sein, wenn wir hier die zahlreichen Leute nicht hätten, die dann tatsächlich auch für unsere Projekte spenden. Und die möchten wir dann auch in den Vordergrund heben. Deshalb sind wir auch bestrebt, möglichst transparent alles zu gestalten. Wenn wir vor Ort sind, gibt es auch so gut wir können immer Live-Videos oder teilweise auch Liveschalten. Ansonsten sind wir natürlich in täglichem Austausch mit unserem Botschafter, sodass wir unsere Accounts auch füttern können und immer Updates geben können. Wie ist der Stand vom Bau der Häuser? Wie sieht es mit dem neuen Brunnen aus? Und und und.

Sehr gut. Wenn man tatsächlich auf diesen bewegten Bildern sieht, wie die Schlange da steht und einfach nur froh ist, in ihrem Kanister Wasser wegtragen zu können, bekommt es doch eine andere Bedeutung, weil man das mal mit anderen Sinnen aufnimmt. Eine letzte Frage, Silvio, wenn du Juma mit nach Ennepetal bzw. in den Ennepe-Ruhr-Kreis bringen würdest, gibt es hier einen Ort, den du ihm gerne zeigen würdest? Vielleicht einen Ort, der besonders schön in unserer Region ist, wo du auch abschalten kannst ohne mehrere tausend Kilometer fliegen zu müssen?

Wo ich immer super abschalten kann, das ist eigentlich hier um die Ecke. Das ist der Landringhauser Weg in Gevelsberg, Verbindungsstraße sozusagen vom Klosterholz bis Haßlinghausen. Links und rechts nur Felder, da gibt es tolle Waldstücke, da ist man mitten in der Natur. Und dann würde ich ihm auch mal zeigen: ich kenne den Dschungel in Tiwi, das hier ist unser Dschungel.

Vielen lieben Dank. Ich finde eure Arbeit toll. Wir hoffen, dass auch dieses Interview weiter dazu beiträgt, dass noch mehr Leute spenden. Gerade in unserer pandemischen Situation ist das besonders wichtig. Vielen Dank dafür und euch weiterhin alles erdenklich Gute.

Ja, danke für die Möglichkeit, unseren Verein hier auch ein Stück weit vorzustellen.

Infos zu Tiwi Ndogo e.V.

www.tiwi-ndogo.de

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