Goldemars Kolumne | Januar 2019

Goldemars Kolumne | Januar 2019

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Der Zwergenk√∂nig von Burg Hardenstein ist zur√ľck, um seine Meinung kundzutun

Jetzt ist der erste Monat des neuen Jahres auch schon fast wieder vor√ľber und der Zwergenk√∂nig ist sich angesichts des Zustandes der Welt gar nicht sicher, ob der Rest des Jahres so froh und gl√ľcklich sein wird, wie wir es uns an Silvester gegenseitig gew√ľnscht haben. Als Goldemar Zwergenk√∂nig regiere ich mein Zwergenreich mit Um- und Weitsicht, zum Wohle des Zwergenvolkes. Genau so, wie man es von einem weisen Regenten erwartet. Leider regiert in der Welt der Menschen die Dummheit, und sie scheint weltweit immer mehr Macht zu gewinnen. Da ist zum Beispiel die Position des amerikanischen Pr√§sidenten, gerne auch als m√§chtigster F√ľhrer der westlichen Welt bezeichnet. Eine Position, die eingenommen wird von einem unf√§higen Egomanen, der seine L√ľgen tagt√§glich in die Welt twittert. Einem zwielichtigen Menschen mit undurchsichtigen Gesch√§ftspartnern, der alleine und ohne seine geerbten Millionen nicht einmal in der Lage w√§re, einen Zeitungskiosk zu f√ľhren. Dass dieser Mann demokratisch ins Amt gew√§hlt wurde, unterstreicht des Zwergenk√∂nigs These eindrucksvoll.

In Europa sieht es auch nicht viel besser aus. Statt dieses geeinte und friedliche Europa zu st√§rken, welches nach dem zweiten Weltkrieg von weisen Menschen m√ľhsam und erfolgreich aufgebaut und aus vielen zerstrittenen Einzelstaaten in ein funktionierendes Gemeinwesen verwandelt wurde, wird zugelassen, dass es zunehmend zerbr√∂selt. Der Ausstieg der Briten aus der Union k√∂nnte der Anfang vom Ende sein und egal, wie der Brexit vonstatten gehen mag, es wird nur Verlierer geben. Auch hier w√ľnscht sich der Zwergenk√∂nig Politiker mit Mut, Herz und Verstand, um den drohenden europ√§ischen Verfall noch aufzuhalten. Politiker, die nicht nur die bestehenden Probleme verwalten, sondern nach L√∂sungen suchen und dabei die Menschen mitnehmen. Was passiert, wenn man vergisst, f√ľr wen man Politik macht, sieht man am Beispiel der ‚Äď nicht nur deutschen ‚Äď Sozialdemokraten. Eine starke und erfolgreiche Wirtschaft mit innovativen Unternehmen ist √ľberaus wichtig f√ľr ein funktionierendes und politisches Gemeinwesen. Aber Politik darf nicht nur f√ľr Konzerne und Banken gemacht werden. Es ist fatal, die Menschen oder weite Teile davon zu vergessen. Unzufriedene Menschen sind leichte Beute f√ľr falsche Heilsbringer und Verf√ľhrer. Die Trumps und die AfDs dieser Welt m√∂gen ein Beispiel sein.

Noch schlimmer f√§llt der Blick zur√ľck in die Deutsche Geschichte aus. Auch ein Adolf Hitler wurde von unzufriedenen Menschen demokratisch in sein Amt gew√§hlt. Mit verheerenden Folgen f√ľr Deutschland und die Welt. Nat√ľrlich sind nicht alle W√§hler dumm, die dumme Leute w√§hlen. Aber unzufrieden sind sie. Und darin liegt die Gefahr. Womit wir auch schon im eigenen Land w√§ren. Nach √úberwindung der schrecklichen Kriegsfolgen und der totalen Zerst√∂rung schufen Eure Eltern, Gro√üeltern und Ur-Gro√üeltern ein wundersch√∂nes Land in dem es sich so wunderbar und herrlich leben l√§sst. Wir Zwerge sind jeden morgen dankbar, hier an diesem traumhaften Flecken Erde leben zu d√ľrfen. Doch auch hier dringt die Dummheit in immer mehr Bereiche des t√§glichen Lebens vor. Nehmen wir nur einmal diese uns√§gliche Diesel- E-Auto-Diskussion. Der Verein ‚ÄěDeutsche Umwelthilfe‚Äú sorgt gerade daf√ľr, dass unsere St√§dte aufgrund von Feinstaubmessungen von Dieselfahrzeugen nicht mehr befahren werden d√ľrfen. Alle Argumente, die gegen dieses Fahrverbot in Innenst√§dten sprechen hier aufzuz√§hlen, w√ľrden den Rahmen meiner kleinen Kolumne sprengen. Der geneigte Leser m√∂ge sich in den unz√§hligen Diskussionsforen oder der einschl√§gigen Berichterstattung informieren. Und obwohl von diesen Fahrverboten absolut keine oder nur marginale positive Auswirkungen auf die Luftqualit√§t in unseren St√§dten zu erwarten sind, √§ndert sich von Seiten der Politik, die ja letztendlich diese bl√∂dsinnigen Grenzwerte f√ľr Feinstaub festlegt, absolut nichts. Nat√ľrlich wollen wir alle, Zwergen und Menschen, in einer intakten Umwelt leben. Den Klimawandel k√∂nnen wir ebenfalls nicht wegreden. Genau so wenig wie den Plastikm√ľll in unseren Ozeanen. Wir m√ľssen dringend etwas tun! Wenn allerdings die Ma√ünahmen offensichtlich und belegbar ungeeignet sind, bringt uns das alles auf unserem Weg nicht weiter. Gebetsm√ľhlenartig wird seit einiger Zeit das E-Auto als Heilsbringer und Probleml√∂ser angepriesen. Doch ist es das wirklich, lieber Mensch? Auch hier lohnt die genaue Recherche und das Einholen von Informationen. Allein bei der Herstellung der ben√∂tigten Batterien entsteht eine so hohe Umweltbelastung, wie ein Dieselfahrzeug in vielen Jahren Betrieb ausst√∂√üt. Wo also ist der Nutzen? Allein die Rohstoffe, die zur Herstellung der Batterien ben√∂tigt werden, richten in den F√∂rderl√§ndern einen irreparablen Schaden an. Von der Ausbeutung der Arbeiter vor Ort wollen wir gar nicht erst reden.

Wenn Ihr Menschen also in wildem Aktionismus etwas macht, obwohl es unter dem Strich keinerlei Nutzen bringt und vielleicht sogar noch schadet, warum macht ihr es dann? Das ist doch dumm, oder nicht? Keineswegs dumm ist es hingegen, wenn wir uns gemeinsam Gedanken machen, wie unser Beitrag zur Lösung der großen Probleme aussehen kann.

Nur mit dem Finger auf andere zeigen ist auch dumm. In diesem Sinne ein sch√∂nes und f√ľr uns alle erfolgreiches Jahr 2019.

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