SCHWELMANNS Kolumne | Juni 2018

SCHWELMANNS Kolumne | Juni 2018

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Schwelmann schlendert ja nun schon einige Jahrzehnte durch die Stra√üen und Parks seines Heimatdorfes. So war ihm nat√ľrlich schon als Kind der Anblick jener jungen in Bronze gegossenen Dame vertraut, die im kleinen Park vor dem Schwelmer Bahnhof im Schatten der pr√§chtigen Rotbuchen auf dem Panzer einer Schildkr√∂te balancierte.¬†Irgendwann im Laufe der Jahrzehnte verschwand jene zeitlos sch√∂ne Dame von ihrem angestammten Ort und hinterlie√ü schon rein optisch eine gro√üe L√ľcke im kleinen Park.¬†Wie Schwelmann erst vor gar nicht langer Zeit erfuhr, wurde die von K√ľnstlerhand geschaffene Statue aus Angst vor Metalldieben von st√§dtischen Mitarbeitern entfernt, eingelagert und Vergessen. Vielleicht war es ja die Frage eines Internet-Users eines sozialen Netzwerks ‚ÄěWas ist eigentlich aus dem Bronze-M√§dchen geworden?‚Äú, die das allgemeine Interesse nach dem Verbleib entfachte.¬†Jedenfalls dauerte es eine Weile bis der Aufenthaltsort der Dame ermittelt wurde. Und irgendwie befand man an h√∂herer Stelle wohl, dass diese sch√∂ne Statue besseres verdient hat, als in irgendeinem st√§dtischen Lager zu verstauben.

Und so kam es, dass vor einigen Tagen ein Foto in den¬† lokalen Medien auftauchte, dass unsere B√ľrgermeisterin Grollmann an der Seite der bronzenen jungen Dame zeigte, die immer noch sch√∂n und – im Gegensatz zu Schwelmann kein bisschen gealtert – auf der Schildkr√∂te balanciert. Jetzt steht die Sch√∂ne¬† f√ľr jedermann- und frau zug√§nglich und zu bewundern, gut gesch√ľtzt vor Metalldieben, im Eingangsbereich des Hauses Martfeld. Also die Statue. Nicht die B√ľrgermeisterin.¬†Schaut ruhig mal vorbei. Es lohnt sich.

W√§hrend die Dame auf der Schildkr√∂te also wieder ihren Platz in der √Ėffentlichkeit gefunden hat, m√∂chte sich ein bekannter Schwelmer offenbar aus dieser zur√ľckziehen.¬†Ernst Walter Siepmann hat unl√§ngst auf Facebook angek√ľndigt, den Vorsitz im Tr√§gerverein des Schwelmer Freibades nach zehn Jahren abgeben zu wollen.¬†¬†Ziemlich sicher scheinen die Gr√ľnde f√ľr diesen Schritt in internen Auseinandersetzungen zu finden sein. Jedenfalls k√∂nnte man dies aus den Posts einiger Facebook-User in den letzten Wochen herauslesen.¬†Was auch immer die Gr√ľnde sein m√∂gen, die Ernst Walter Siepmann dazu veranlasst haben, diesen Schritt anzuk√ľndigen: Fest steht, dass er und seine flei√üigen Mitstreiter in den vergangenen Jahren enormes geleistet haben, um den Schwelmern ihr sch√∂nes Strammbad zu erhalten.¬† Und gerade Ernst Walter Siepmann – auch nach eigenen Angaben ein Mann mit Ecken und Kanten – hat sich nie gescheut, auch gegen√ľber¬† Rat und der Verwaltung unseres Dorfes seine Meinung kundzutun. Vielleicht ist er dabei bei dem einen oder anderen angeeckt.

Wer die Reaktionen auf die Ank√ľndigung von Ernst Walter Siepmann verfolgt, wird feststellen, dass der R√ľckhalt und die Unterst√ľtzung f√ľr den noch amtierenden Vorsitzenden des Tr√§gervereins und sein Team gro√ü ist. Und nicht nur Schwelmann bef√ľrchtet, dass das Freibad ohne diese engagierten Menschen bald Geschichte sein wird.¬†Die Vorbereitungen f√ľr die Badesaison laufen auf Hochtouren. Lasst uns alle die Daumen dr√ľcken, dass es nicht die letzte sein wird. Und nat√ľrlich auf einen Supersommer mit vielen Sonnentagen und viele badefreudige Schwelmerinnen und Schwelmer. Auch das t√§te dem Tr√§gerverein gut.¬†Dieses sch√∂ne und liebgewonnene Bad darf einfach nicht zu einem Spekulationsobjekt werden, findet der Schwelmann!

1 Kommentar
  • Pingback:EN-Aktuell Juni 2018 - EN-Aktuell
    Geschrieben um 12:04h, 31 Mai Antworten

    […] wieder unsere Neuigkeiten aus der Region und knifflige R√§tsel. Und zuletzt erwartet sie eine neue Kolumne vom Schwelmann, der dieses Mal √ľber das M√§dchen auf der Schildkr√∂te nachdenkt und sich um das Schwelmebad […]

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