Interview mit Martina Spannagel

Interview mit Martina Spannagel

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Wir konnten die Inhaberin bzw. P√§chterin der bekannten Schwelmer Adressen FRITZ am Brunnen, Rufes am Brunnen, Haus Martfeld und Aechte de Muer f√ľr ein Interview gewinnen. Die sympathische Rheinl√§nderin, die aus einer alten Gastronomenfamilie kommt, hat die Liebe in den Ennepe-Ruhr-Kreis gezogen. Wie sie zu den vier Top-Adressen in Schwelm kam und welche Ideen hinter den gastronomischen Angeboten stecken, erz√§hlte sie uns im Interview.

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Warum haben Sie Schwelm als Standort f√ľr Ihre Hotels und Restaurants gew√§hlt?

2008 habe ich meinen Mann kennengelernt. Irgendwann stellte sich die Frage, denn wir wollten zusammenleben, wo unser gemeinsamer Standort und Familiensitz sein soll. Mein Mann kann aus beruflichen Gr√ľnden aus Ennepetal nicht weg und wollte auch nicht weg. Ihm gef√§llt die Gegend gut, hier ist er gro√ü geworden. Ich konnte mich sehr gut damit anfreunden und habe mir daraufhin √ľberlegt mich hier gastronomisch weiterzuentwickeln. Weil ich ja nicht ‚Äěnichts‚Äú machen wollte. Und habe dann Herrn Weidner kennengelernt, der uns das Haus zum Verkauf hier in Schwelm anbot. Wir haben daraufhin das Rufes gegr√ľndet, damals noch mit Herrn Weidner als K√ľchenchef.

Das Rufes ist kein normales Restaurant, denn es steckt ein ganz besonderes Konzept dahinter, richtig?

Das Konzept ist dieses: Wir wollten die Eventlocation Rufes nur dann er√∂ffnen, wenn auch Geld verdient wird. Das hat auch etwas mit Personalf√ľhrung und Personalkosten zu tun. Wir haben das am Anfang so geregelt, dass wir Mittwochs und Donnerstags √Ä-la-carte anboten und Freitag, Samstag und Sonntag f√ľr Veranstaltungen ab zehn Personen ge√∂ffnet hatten. Mittlerweile haben wird das nochmal ver√§ndert. Ab zehn Personen freuen wir uns √ľber jeden Gast und an Sonn- und Feiertagen bieten wir unseren exklusiven Sonntagsbrunch. Wir sind Gastronomen mit Leidenschaft, da freut man sich √ľber jeden Gast! Und so haben wir nun jeden Tag die Woche ge√∂ffnet. Ab zehn Personen ist das Rufes immer zu haben! Ich habe dort zwei hervorragende K√∂che. Meine Tochter begleitet mich, sie nimmt mir auch eine Menge ab. Und wie gesagt, das Rufes hat dieses Konzept und keine offene Gastronomie. Inzwischen hat es sich auch erledigt mit den zwei Tagen √Ä-la-carte, denn wir haben letztes Jahr das Fritz er√∂ffnet in dem wir eine gro√üe √Ä-la-carte-K√ľche anbieten. Preuss ist der neue Name f√ľr das Restaurant im Fritz am Brunnen. Das fahren wir jeden Tag au√üer Sonntag im √Ā-la-carte-Bereich und da wollte ich mir nat√ľrlich hier nicht die G√§ste wegnehmen! Ganz klar, jedes hat seine Daseinsberechtigung.

Wir sprechen gerade vom Fritz am Brunnen, das hieß ja nicht immer so.

Nein, fr√ľher hie√ü es Friedrichsbad. So hie√ü es all die Jahre. Nur wollte ich mich hier gastronomisch neu erfinden und entwickeln. Wir haben sehr viel gemacht hier im Haus, wir haben mittlerweile √ľber 6.000 Quadratmeter saniert, neu eingerichtet und renoviert. Und mit diesem neuen Konzept, das wir hier fahren, sollte auch ein neuer Name her. Wobei Friedrichsbad und Fritz ja √§hnlich sind. Friedrich der Gro√üe und der alte Fritz, letzteres ist ja der Kosename von ihm. Deswegen haben wir gesagt, das hei√üt dann Parkhotel Fritz am Brunnen und nicht mehr Friedrichsbad. Es ist ja so: wenn man neu startet, sollte man ganz klare Cuts ziehen meines Erachtens.

Jetzt d√ľrfen wir nicht vergessen, es kam ja noch ein Haus dazu. Das Haus Martfeld haben Sie jetzt knapp ein Jahr. Welches Res√ľmee ziehen Sie?

Ja, also unsere B√ľrgermeisterin, Frau Grollmann, hat mich in mehreren Gespr√§chen davon √ľberzeugt, dass es gut w√§re, das Martfeld noch mit ins Portfolio hineinzunehmen. Ich wusste nat√ľrlich auch von den Schwierigkeiten. Die Gastronomen, die vorher im Martfeld waren, sind nicht immer erfolgreich gewesen, was sehr schade war. Wir mussten uns also ein Konzept √ľberlegen und haben gesagt, das muss ein Kaffeehaus werden. Wir haben keine Kaffeeh√§user hier in Schwelm, eines mit einem tollen T√∂rtchen-Angebot, mal was ganz anderes. Nicht die gastronomische Schiene weitermachen, wie es bisher war. Dass mein Sohn sich dann auch noch bereit erkl√§rt hat mit seiner zuk√ľnftigen Frau hier nach Schwelm zu kommen, hat es mir dann ein bisschen leichter gemacht, zu sagen: Ich mach das noch mit! Und es war eine hervorragende Entscheidung, das entwickelt sich ganz toll! Die G√§ste feiern unsere s√ľ√üen Herrlichkeiten, sag ich immer. Und ich bin froh, dass wir das gemacht haben. Es war eine gute Entscheidung, es passt zu den drei H√§usern; die drei H√§user passen hervorragend zusammen.

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